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Stationen für Kinder ausdenken und aufbauen

15.07.2022 05:30, Von Lara Franke — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Andere Menschen schlafen am Wochenende aus, Manuel Götzke hingegen steht besonders früh auf. Er hat dann viel zu tun! Das macht er, damit Kinder Spaß haben können.

Beim Woozle Buzzer Run geht es darum, schnell durch einen Parcours zu kommen.  Foto: Stefan Gatzke/Super RTL
Beim Woozle Buzzer Run geht es darum, schnell durch einen Parcours zu kommen. Foto: Stefan Gatzke/Super RTL

Hüpfen, klettern, rennen, rutschen. Spielstationen auf großen Festen machen super viel Spaß! Aber wer denkt sich diese lustigen Attraktionen eigentlich aus und wer baut sie auf? Einer von ihnen ist Manuel Götzke. Er plant seit vielen Jahren schon die Spielstationen der „Super RTL Toggo-Tour“ von Super RTL. Ein Arbeitstag auf Tour fängt für ihn frühmorgens an. „Um Viertel vor fünf Uhr bin ich aufgestanden“, sagt Manuel Götzke an einem der Samstage, an denen die Tour in einer Stadt in Deutschland Halt macht. Denn um halb sechs Uhr muss er bereitstehen: Dann bauen er und sein Team die 20 Spielstationen gleichzeitig auf. Bis alles fertig ist, haben sie viel zu tun!

Insgesamt 50 Menschen packen mit an, um alles für den Tag fertig zu bekommen. Dabei arbeiten sie schnell! „Da weiß eigentlich jeder, was er zu tun hat“, erklärt Manuel Götzke. Um elf Uhr ist alles für die ersten Kinder bereit. Doch der Aufbau an den Tagen ist nicht alles. Manuel Götzke überlegt schon Monate vorher, was auf so einer Tour für die Kinder geboten werden könnte. „Wir fangen im November an zu planen“, sagt er. Dann denkt er sich aus, wie die Spielstationen aussehen könnten, malt sie auf und stellt sie dem Planungs-Team vor. Wenn dem Team alles gefällt, darf er loslegen: „Ende Januar fange ich dann an, die Sachen zu bauen.“

Eine der Spielstationen von Manuel Götzke ist der Woozle Buzzer Run. Das ist eine Art Parcours: Man muss Hindernisse überwinden und sich an Seilen entlanghangeln, um so schnell wie möglich beim Buzzer anzukommen und draufzuhauen. Um auf solche Ideen zu kommen, muss man ganz schön kreativ sein. „Ich habe Design studiert, aber war immer sehr praktisch orientiert“, erklärt Manuel Götzke.

Aber woher weiß er, ob seine Spiele auch wirklich bei den Kindern gut ankommen? Dafür hat Manuel Götzke zwei besondere Testerinnen: seine Töchter. Die sind fünf und neun Jahre alt und ihr Auftrag lautet Probespielen. Wenn alles von ihnen ausprobiert wurde, dürfen die Sachen dann mit auf Tour. Für Manuel Götzke ist es ein tolles Gefühl, wenn seine eigenen Attraktionen dann wirklich auf dem Platz aufgebaut sind. „Das ist das Schönste, wenn dann die Kinder da Spaß dran haben und es auch wirklich funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe.“ Nach zwei Tagen in einer Stadt wird alles wieder abgebaut und in Lastwagen gepackt, damit die Spielstationen in die nächste Stadt ziehen können. Dazu sagt Manuel Götzke: „Es ist zwar eine sehr harte Arbeit, aber wir haben alle Spaß.“

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