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Spurensuche in der Grube Messel

16.10.2021 05:30, Von Louisa Grübler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wie die Welt wohl aussah, nachdem die Dinosaurier ausgestorben waren? Die Grube Messel ermöglicht einen Einblick in die Urzeit vor sehr vielen Millionen Jahren.

In der Grube Messel wurden vier Arten von Ur-Pferdchen gefunden. Das Ur-Pferdchen ist der bekannteste Fund aus der Grube Messel.  Foto: Wolfgang Fuhrmannek/HLMD/dpa
In der Grube Messel wurden vier Arten von Ur-Pferdchen gefunden. Das Ur-Pferdchen ist der bekannteste Fund aus der Grube Messel. Foto: Wolfgang Fuhrmannek/HLMD/dpa

Nach Fossilien zu suchen, ist wie eine Schatzsuche. Die versteinerten Reste früherer Tieren und Pflanzen erzählen vom Leben auf der Erde vor vielen Millionen Jahren. Es gibt viele Orte, wo man Fossilien finden kann. Einer davon ist eine Grube in der Kleinstadt Messel. Diese liegt bei Darmstadt im Bundesland Hessen.

Die Grabungen dort leitet Sonja Wedmann. Die Grube Messel ist eine besondere Ausgrabungsstätte. „Weil die Fossilien toll erhalten sind“, sagt die Wissenschaftlerin. Eingeschlossen sind die Fundstücke aus dieser Grube in schwarzem Ölschiefer. „Das ist ein ziemlich weiches Gestein“, erklärt die Forscherin. Das Gestein ist leicht, sieht aus wie dunkle Schokolade und lässt sich mühelos zerbrechen.

„Mithilfe der Fossilien erzählt uns die Grube Messel ihre Geschichte“, sagt Sonja Wedmann. Zum Beispiel, wie sich die Tierwelt und Pflanzenwelt nach dem Aussterben der Saurier verändert hat. Das hilft, die Erde und ihre Entwicklung besser zu verstehen.

Die Umgebung von Messel hat sich stark verändert. Heute findet man dort Felder und kleine Wälder. Vor sehr vielen Millionen Jahren sah es anders aus. „Die Grube Messel war ein großer, tiefer See in einem tropischen Regenwald“, sagt Sonja Wedmann. „Ringsherum wuchsen wahrscheinlich hohe Bäume, vielleicht auch Palmen mit Lianen.“

Damals lebten in der Gegend Tiere wie Riesenameisen, Krokodile und Urpferde. Das Urpferd ist einer der bekanntesten Funde der Grube Messel. Die Dinosaurier waren schon viele Millionen Jahre zuvor ausgestorben. All das haben Forscher und Forscherinnen herausgefunden, weil sie zahlreiche Fossilien untersucht haben.

Für die Untersuchung müssen die Fossilien zuerst präpariert werden. Die Funde bekommen also eine spezielle Behandlung, die sie haltbar macht. Sonja Wedmann erklärt: „Bei den Fossilien von Messel bedeutet das: Der Ölschiefer, der die Fossilien bedeckt, wird entfernt. Das macht man ganz vorsichtig mit Nadeln. Das dauert unterschiedlich lange, manchmal Tage oder Wochen.“

Erst nach dem Präparieren geht es zu den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen. Diese leisten richtige Detektivarbeit und suchen nach kleinsten Hinweisen. Wie mit einer Lupe werden die Fossilien unter dem Mikroskop untersucht. Die Fachleute suchen nach Auffälligkeiten. Auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Funden weltweit sind interessant.

Manchmal sammeln die Forscher und Forscherinnen auch Proben. So fanden sie bei einem Urpferd zum Beispiel Weintrauben-Kerne im Magen. Alle Erkenntnisse werden gesammelt, aufgeschrieben und veröffentlicht. So können andere Menschen davon erfahren.

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