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Spuren des Erdbebens auf dem Meeresgrund

10.03.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Forscher suchen den Meeresgrund nach Spuren des Erdbebens ab. Einen Monat lang soll das deutsche Forschungsschiff „Sonne“ das Meer bei Japan in Asien erkunden.

An Bord arbeiten rund 50 Menschen, etwa die Hälfte von ihnen sind Wissenschaftler. Sie untersuchen ab Donnerstag, was das schwere Erdbeben vor einem Jahr anrichtete. Die Erdstöße und die folgende Flutwelle verursachten zwar schlimme Schäden in Japan. Aber das Zentrum des Erdbebens lag unter dem Meer. Und dort verrutschte der Boden innerhalb weniger Minuten um bis zu 50 Meter.

Nun wollen die Forscher genau herausfinden, was in der Tiefe passiert ist. Deshalb reisen sie über jenes Gebiet, das damals so heftig bebte. Dabei legen sie eine genaue Karte des Meeresbodens an. Das machen sie mit einem sogenannten Echolot. Das Gerät funktioniert so: Das Schiff sendet ständig Töne in die Tiefe. Die werden vom Meeresboden zurückgeworfen – ähnlich wie ein Echo.

Das Schiff fängt diese Signale wieder auf. Je länger ein Ton braucht, desto tiefer ist das Wasser. Aus dem Winkel, aus dem ein Signal wieder auf das Schiff trifft, kann man berechnen: Ist der Boden da unten flach oder schief?

Auf der gleichen Route hat ein japanisches Schiff vor acht Jahren den Meeresgrund kartiert.

Wenn die Forscher auf der „Sonne“ mit ihrer Karte vom Meeresboden fertig sind, können beide Karten verglichen werden. So sehen die Wissenschaftler, wie sich der Meeresgrund verändert hat.

Das Forschungsschiff „Sonne“ Foto: EPA/Franck Robichon

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