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Sprechen mit den Händen kann man lernen

28.08.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Martina spricht, obwohl sie gar nichts sagt. Ihr gegenüber sitzt Peter, und auch er sagt nichts. Aber manchmal müssen sie lachen, schütteln die Köpfe oder nicken. Martina und Peter sprechen nämlich mit den Händen. Sie formen ihre Finger sehr schnell zu Zeichen. Manchmal berühren sie mit den Händen den Kopf oder den Oberkörper. Ihren Mund bewegen sie zwar, aber es kommen nur seltsame Laute heraus. Das nennt man Gebärdensprache. Peter kann seit seiner Geburt weder hören noch sprechen. In Deutschland gibt es sehr viele Menschen ohne Gehör.

Viele Menschen wie Peter unterhalten sich so. In einer Hochschule in Magdeburg in Sachsen-Anhalt können auch Menschen mit Gehör diese Sprache lernen. Martina studiert hier schon zwei Jahre. Auch die junge Frau mit den langen braunen Haaren kann sehr gut hören und sprechen. Aber die 25-Jährige will später Dolmetscherin für die Gebärdensprache werden. Dann kann sie unsere normale Sprache in die Zeichensprache und umgekehrt übersetzen. In ganz Deutschland gibt es nur wenige Schulen, wo man das studieren kann.

Peter ist 44 Jahre alt und Lehrer an der Schule. Seine Eltern hören auch nichts. Peter ist damit groß geworden. Jetzt hilft er Martina, die Gebärdensprache zu lernen. „Sie muss lernen, mir zu zeigen, ob jemand böse, traurig oder enttäuscht ist“, sagt Peter in der Zeichensprache und Martina übersetzt. Wenn man nichts hören kann, ist die Welt ganz stumm. Man hört keine Autos, keine Musik und kein Telefonklingeln. Man kann auch nicht hören, was andere Leute sagen. Sprechen kann man deshalb meist auch nicht. Wenn Peter zum Beispiel im Bus sitzt, liest er den anderen von den Lippen ab. So weiß er, was sie sagen. „Das ist anstrengend“, erzählt er mit Handzeichen. Viele Dinge werden da schwierig – sogar, sich ein Brötchen beim Bäcker zu kaufen oder ein Eis zu bestellen. Im Restaurant oder beim Einkaufen muss Peter Zettel schreiben. Das ist oft lästig. Da ist es gut, dass es Menschen wie Martina gibt, die helfen und übersetzen können. Martina muss aber noch fast zwei Jahre auf die Schule gehen. Erst dann hat sie alle Zeichen gelernt.

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