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Spitze Berge zwischen Himmel und Meer

28.09.2019 00:00, Von Insa Kohler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Lofoten sind eine Inselgruppe, die zu Norwegen gehören

Die Berge oder das Meer? Manche Menschen haben eines von beiden lieber. Andere mögen beides gleich gerne. Und es gibt Orte auf der Welt, da kann man beides haben. Auf den Lofoten zum Beispiel.

Berge, die aus dem Meer in den Himmel ragen. Zackige Felsen, saftig grünes Gras, klares Wasser und rote Fischerhäuser. So sehen die Lofoten aus.

Die Lofoten sind eine Inselgruppe, die zum Land Norwegen gehört. Norwegen liegt im Norden von Europa. Es ist ein ziemlich langes Land mit einer langen Küste. Norwegen ist aber auch sehr bergig. „Die Spitzen und Kanten der Berge auf den Lofoten sind etwas Besonderes“, sagt der Wissenschaftler André Baumeister. Während der letzten Eiszeit wurden sie von Gletschern geformt. Gletscher sind Felder aus Eis, die sich langsam fortbewegen. André Baumeister ist Geograf und Geologe. Er kennt sich also mit der Entstehung und Entwicklung der Erde aus.

Das Gestein auf den Lofoten soll drei Milliarden Jahre alt sein. Das ist fast so alt wie die Erde selbst. „So alte Gesteine gibt es bei uns in Deutschland nicht“, sagt der Experte.

Um zu den Lofoten zu kommen, muss man sehr weit in den Norden reisen. Die Inselgruppe liegt nämlich nördlich des nördlichen Polarkreises, im nördlichen Polarmeer. Trotzdem ist es dort nicht so kalt, wie man denken könnte. „Wenn man auf die andere Seite der Welt guckt, nämlich in den Norden von Kanada, ist es dort um einiges kälter“, sagt André Baumeister. Dass es auf den Lofoten wärmer ist, liegt an einer warmen Meeresströmung, die dort entlang fließt: der Golfstrom.

Dank des warmen Stroms kommt im Winter der Kabeljau in die Gegend. Der Kabeljau ist eine Fisch-Art. Die Tiere laichen, also legen ihre Eier im Wasser ab. Aufgrund der vielen Fische haben sich schon vor langer Zeit Menschen auf den Lofoten-Inseln angesiedelt. „Die Lofoten sind bekannt für die Winterfischerei“, sagt André Baumeister. Zwischen den Monaten Januar und April wird der Kabeljau gefangen.

Heutzutage leben viele Menschen auf den Inseln vom Tourismus. Die größte Stadt auf den Lofoten heißt Svolvær. Dort legen auch große Kreuzfahrtschiffe an. Andere Touristen kommen zum Wandern, Angeln, Radfahren, Paddeln oder zum Blaubeeren sammeln.

Die Lofoten bestehen aus vielen kleinen und großen Inseln. „Auf manche kommt man nur mit dem Boot“, sagt André Baumeister. Andere sind durch Tunnel und Brücken miteinander verbunden. So sind die Lofoten auch an das norwegische Festland angebunden.

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