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Spagat, Ball und Keule: Turnerin fährt zu Jugendspielen

10.08.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

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Oder in Schmiden bei Stuttgart. Dort lebt und trainiert Jana Berezko-Marggrander. Sie macht Rhythmische Sportgymnastik. Sie ist erst 14 Jahre alt und die jüngste deutsche Athletin bei den Olympischen Jugendspielen in Singapur, einem kleinen Inselstaat in Asien. Die Spiele steigen vom 14. bis 26. August – zum ersten Mal überhaupt.

Bei der Rhythmischen Sportgymnastik bewegt man sich zur Musik, erklärt Jana. Dabei macht man Übungen, etwa einen Spagat, eine Rolle vorwärts oder Sprünge. Alles fest nach Plan, nach der sogenannten Choreografie.

Noch dazu müssen die Turnerinnen während ihrer Auftritte fünf Dinge ständig bewegen – etwa hochwerfen. Jana muss das Seil, die Keule, den Reifen, den Ball und das Band beherrschen. „Alle sind schwer, bei jedem Gerät muss ich auf etwas anderes achten“, sagt sie.

Um die Kontrolle über die Gegenstände nicht zu verlieren, müssen die Sportler sehr viel trainieren. Die 14-Jährige lebt deshalb in einem Internat zusammen mit anderen Turnerinnen. So bleibt neben der Schule – Jana besucht die siebte Klasse im Gymna-sium – noch Zeit, um täglich mehrere Stunden in der Halle sein zu können.

Das ist ziemlich anstrengend: „Mir fehlt meine Familie, ich kann nur an Wochenenden ohne Wettkampf nach Hause fahren“, erzählt das Mädchen mit den dunklen Haaren. Jana kam mit elf Jahren aus Russland nach Deutschland. Ihre Eltern wohnen seitdem in der Nähe von Karlsruhe. Mit dem Zug ist sie dorthin etwa eine Stunde unterwegs. Auch wenn Jana auf vieles verzichten muss und nur wenig Freizeit hat – sie mag ihren Sport: „Das ist meine Zukunft.“ Im Frühjahr hat sie bei der Europameisterschaft dreimal Bronze gewonnen und sich für die Jugendspiele qualifiziert. Seitdem bereitet sie sich ernsthaft auf Singapur vor. Sie hat sich vorgenommen: „Ich will einen guten Wettkampf turnen.“

Jung beginnen – hartes Training

Bei uns betreiben nur Mädchen oder Frauen Rhythmische Sportgymnastik. Viele fangen schon sehr, sehr früh an zu trainieren – etwa im Alter von vier oder fünf Jahren.

Wichtig bei der Rhythmischen Sportgymnastik sei vor allem, dass man eisern ist, erklärt eine Trainerin: „Nur wer hart trainiert und wirklich will, wird in dieser Sportart richtig gut.“

Jana ist ganz schön gelenkig. Sie ist auch sehr gut in ihrem Sport, der Rhythmischen Sportgymnastik. Die 14-Jährige fährt zu den Olympischen Jugendspielen nach Singapur. Foto: Maximilian Haupt

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