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Sophia fährt Autorennen in der Formel 4

22.07.2017 00:00, Von Interview: Aglaja Adam — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jede freie Minute steckt sie in das Training – Von ihren Mitschülern wird sie oft angesprochen

Sophia Flörsch rast fast jeden Tag über die Rennstrecke. Sie ist 16 Jahre alt und startet in der Formel 4. Doch damit gibt sie sich nicht zufrieden. Ihr großer Traum: die Weltmeisterschaft in der Formel 1.

Spiel: Finde den Weg zur Zielflagge.  Grafik: C. Goldammer
Spiel: Finde den Weg zur Zielflagge. Grafik: C. Goldammer

MÜNCHEN. Mit fünf Jahren saß Sophia Flörsch zum ersten Mal in einem Mini-Rennwagen. Kein großer wie in der Formel 1, sondern in einem Kart. Heute ist Sophia Flörsch 16 Jahre alt und fährt in der Formel 4. Das ist eine Autorennserie für junge Fahrer. Sophia ist das einzige Mädchen unter den Fahrern. „dpa-Nachrichten für Kinder“ erzählte sie, wie ihr Training abläuft und wofür man bei Autorennen Muskeln braucht.

Wie ist es, einen Sport zu machen, in dem es fast nur Jungs gibt?

Sophia Flörsch: „Es ist etwas Besonderes, aber für mich ist es normal. Ich fahre schon gegen Jungs, seit ich fünf bin. Manche denken, dass Frauen nicht Auto fahren können. Das stimmt nicht. Mädchen können genauso schnell sein wie Jungs. Es kommt auf Konzentration und Taktik an. Aber tatsächlich: In Sachen Ausdauer und Kraft müssen Mädchen ein bisschen mehr trainieren.“

Für was braucht man im Motorsport denn Kraft und Ausdauer?

Sophia Flörsch: „Motorsport ist anstrengend. Das fängt schon mit der Kleidung an. Wir tragen feuerfeste lange Unterwäsche und ein feuerfestes langärmeliges T-Shirt mit Kragen, Strümpfe bis zum Knie, darüber einen fetten Overall. Der ist eineinhalb Zentimeter dick. Dann gibt es noch Handschuhe, Helm und Sturmhaube. Damit schwitzt man schon bei 20 Grad wahnsinnig.“

Wie viel Zeit steckst du ins Training und den Motorsport?

Sophia Flörsch: „Jede freie Minute! Wenn keine Rennen sind, trainiere ich sechs Mal die Woche, einmal mit einem persönlichen Trainer. Am Wochenende zweimal am Tag. Während der Saison ist es schwierig, Training, Rennen und Schule unter einen Hut zu bringen.“

Wie finden es deine Mitschüler, dass du Formel 4 fährst?

Sophia Flörsch: „Spannend. Besonders die Jungs, die die Formel 1 verfolgen und wissen, um was es geht. Es ist schön, am Montag in die Schule zu kommen und von Freunden aufs Rennen angesprochen zu werden.“

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