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Sogar mit Mütze auf dem Kopf gibt’s ne rote Nase

24.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Winterwetter: Bei tiefen Temperaturen braucht der ganze Körper Schutz – Das Gesicht muss aber einiges aushalten

Gut vermummt in die Winterkälte Foto: dpa

Mütze auf! Mit diesem Spruch können einem Eltern im Winter ganz schön auf die Nerven fallen. Sie sagen dann so Sachen wie: Über den Kopf geben wir die meiste Wärme ab.

Stimmt das eigentlich? Nein, das stimmt nicht. Wir verlieren nicht mehr oder weniger Wärme über den Kopf als über andere Körperteile. Nur: Die anderen Körperteile schützen wir bei eisiger Kälte durch Schuhe, dicke Hose und einen Anorak. Bleibt der Kopf frei, friert man natürlich zuerst am Kopf. Außerdem sitzen in der Kopfhaut und auch im Gesicht ziemlich viele Nerven. Diese Sensoren reagieren empfindlich auf Kälte.

Deswegen ist es schon richtig, im Winter mit Mütze aus dem Haus zu gehen. Eine Kopfbedeckung hilft, den Körper warm zu halten. Und wer Mützen gar nicht leiden mag, kann ja zu einem breiten Stirnband oder zu Ohrenschützern greifen.

Dann gibt es wenigstens keine roten Ohren. Rot wird an eisigen Tagen aber bestimmt etwas anderes: die eigene Nase und die vieler Menschen, denen man draußen begegnet. Denn Nasen verfärben sich trotz einer Mütze auf dem Kopf häufig rot, wenn es kalt ist.

Aber warum? Das hat damit zu tun, dass unsere Nase aus unserem Gesicht herausragt. „Die Nase ist stärker dem Wetter ausgesetzt als beispielsweise andere Regionen des Gesichts. Die Kälte greift die Nase besonders an“, sagt Michael Fuchs.

Er ist leitender Arzt am Universitätsklinikum Leipzig. An der Nasenspitze gibt es auch kein Fett unter der Haut. An anderen Stellen des Gesichts wie den Wangen wirkt das wie ein kleines Wärmepolster. Wenn es kalt ist, bemüht sich unser Körper ganz von alleine, die Nase zu schützen. „Er versucht, Wärme in die Nase zu bringen“, sagt der Experte. Und zwar mit einer verstärkten Durchblutung. „Blut bedeutet Wärme. Denn Blut zirkuliert in unserem Körperinneren.“ Und wie kommt mehr Blut zur Nase? „Unsere Nase ist überzogen von Haut. Und die Haut hat Blutgefäße. Sie lassen das Blut durch die Hautschichten strömen“, sagt Michael Fuchs.

„In der Wand der Gefäße sind kleine Muskelfasern. Sie können die Blutgefäße zusammenziehen oder erweitern. Wenn sie weit sind, kann mehr Blut durch die Gefäße fließen.“ Genau das passiert, wenn es kalt ist. „Die Nase wird rot, weil die Haut an der Oberfläche stärker durchblutet wird.“ Wenn man allerdings zu lange in der Kälte bleibt, kann es passieren, dass die Farbe der Nase von Rot zu Weiß wechselt. „Dann braucht der Körper das Blut, um den ganzen Körper warm zu halten. Die Blutgefäße, die weit außen liegen, werden dann wieder enger gestellt. Durch sie fließt weniger Blut. Die Körperteile werden dann weiß.“

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