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So werden Krankmacher weggeputzt

15.04.2020 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Desinfektionsmittel sind vor allem in Krankenhäusern wichtig

Desinfektionsmittel töten etwa Viren und Bakterien ab und tragen so dazu bei, dass sich Krankheiten nicht ausbreiten. Aber auch in Haushalten sind die Mittel zurzeit beliebt.

Der Apotheker Michael Hofheinz füllt Hände-Desinfektionsmittel um, das in seiner Apotheke hergestellt und verkauft wird. Auch Apotheker wissen sehr gut, wie man Desinfektionsmittel herstellt.  Foto: Uli Deck/dpa
Der Apotheker Michael Hofheinz füllt Hände-Desinfektionsmittel um, das in seiner Apotheke hergestellt und verkauft wird. Auch Apotheker wissen sehr gut, wie man Desinfektionsmittel herstellt. Foto: Uli Deck/dpa

BERLIN. In Krankenhäusern hängen an vielen Stellen Spender mit einer speziellen Flüssigkeit: Desinfektionsmittel. Damit können etwa Ärztinnen und Pfleger sich im Vorbeigehen schnell die Hände reinigen. Dabei helfen diese besonderen Mittel.

Doch zuletzt machten sich manche Krankenhäuser Sorgen. Denn die Desinfektionsmittel wurden knapp. Viele Leute kauften sie plötzlich für zu Hause. Die Hersteller konnten gar nicht so schnell neue Mittel anbieten, wie die Leute sie haben wollten. Es kam sogar vor, dass Flaschen aus Krankenhäusern gestohlen wurden! Doch warum sind Desinfektionsmittel zurzeit so begehrt?

Keime, Bakterien und Viren ungefährlich machen

Wegen des neuen Coronavirus denken die Menschen gerade viel mehr über Sauberkeit nach. Und Desinfektionsmittel spielen dabei eine Rolle. Sie dienen dazu, Krankmacher wie manche Keime, Bakterien und Viren abzutöten oder ungefährlich zu machen. Man trägt solche Mittel zum Beispiel auf Flächen in Räumen auf, auf Gegenstände oder auch auf die Haut.

Oft werden etwa Wunden desinfiziert, damit keine Krankheitserreger durch sie in den Körper gelangen. Zurzeit will man damit aber vor allem bestimmte Viren davon abhalten, sich weiterzuverbreiten.

Die Ärztin Frauke Mattner kennt sich mit Desinfektionsmitteln in Kliniken gut aus. Sie erklärt, wie sie wirken: „Desinfektionsmittel zerstören Eiweiße. Daraus bestehen auch die Hüllen von Viren. Es gibt ganz unterschiedliche Stoffe, die diese Wirkung haben. Dazu gehört etwa Alkohol, Chlor, Salze oder auch verschiedene Säuren.“

Die Wirkung lässt sich auch zu Hause beobachten. Wenn man etwa einen Schuss Zitronensäure oder Essig in etwas Milch gibt, dann flockt die Milch aus. Am Rand des Glases bleiben weiße Krümel hängen. Das passiert, weil das Eiweiß in der Milch kaputtgeht und verklumpt.

Mit Essigsäure kann man gut desinfizieren

„Essigsäure desinfiziert sehr gut“, sagt Frauke Mattner. „Aber sie riecht auch nicht so angenehm. Deshalb werden die Desinfektionsmittel, die wir für unsere Hände benutzen, meistens mit Alkohol hergestellt.“ Außerdem sind darin Fette enthalten. Die sorgen dafür, dass die Haut nicht so schnell austrocknet. Andere Mittel können die Haut reizen. Manchmal sind sie schlecht für die Umwelt.

Fachleute sagen deshalb: Zu Hause reichen normale Putzmittel. Desinfektionsmittel braucht man in der Regel nicht. Die sind eher für die Leute da, die mit sehr vielen anderen Menschen oder mit Kranken zu tun haben. Die Mittel werden also vor allem in Kliniken gebraucht, aber auch in öffentlichen Gebäuden oder Großküchen etwa von Firmen.

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