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So läuft es bei der „Tagesschau“

06.12.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Acht Uhr abends in Deutschland. In vielen Wohnzimmern wird um diese Zeit der Fernseher angeschaltet. Denn es startet in der ARD die Nachrichten-Sendung „Tagesschau“. In diesem Monat feiert sie ihren 60. Geburtstag.

Die Tagesschau läuft abends im Fernseher.  Foto: Sebastian Widmann
Die Tagesschau läuft abends im Fernseher. Foto: Sebastian Widmann

15 Minuten lang informiert dabei ein Moderator oder eine Moderatorin die Menschen, was an dem Tag in der Welt passiert ist. Doch woher wissen diese Leute das alles? Wie die Nachricht in die „Tagesschau“ kommt, erklärt Kai Gniffke. Er ist der Chefredakteur der Redaktion, die Nachrichten für den Sender ARD macht.

„Es gibt auf der ganzen Welt Nachrichtenagenturen“, sagt Kai Gniffke. „Diese Firmen verkaufen Informationen darüber, was auf der Welt passiert. Und die füttern uns jeden Tag mit Nachrichten und Informationen aus aller Welt. Daraus müssen wir aussuchen, was wir für besonders wichtig und bedeutsam halten.“ Das ist aber noch nicht alles. „Wir haben das Glück, dass wir überall auf der Welt und vor allem in Deutschland Reporter haben, die für uns arbeiten. Die bitten wir dann, zu dem Ereignis einen kurzen Film zu machen.“ Der wird von Kameraleuten gedreht. Den Text schreibt und spricht der Reporter. „Den Film schickt er uns dann.“

Bevor er gesendet wird, überprüfen die Redakteure den Beitrag noch. „Zu jedem Beitrag gibt es eine kurze Meldung“, sagt Kai Gniffke. Das ist ein kurzer Text, den der Moderator vor dem Film vorliest. „Diese Meldung schreiben Redakteure bei uns. Und auch die Meldungen für die Nachrichten, für die es keinen Film gibt.“ Diese Meldungen trägt der Moderator oder die Moderatorin dann in der „Tagesschau“ vor. Jeden Tag, um acht Uhr abends.

Wann kommt eine Nachricht in die „Tagesschau“?

Nur 15 Minuten – so kurz ist die „Tagesschau“. Da passen natürlich nicht alle Nachrichten rein, die an einem Tag auf der ganzen Welt passiert sind. Deshalb müssen die Journalisten das Wichtigste aussuchen. Doch wonach entscheiden sie das?

„Wichtig ist ein Ereignis, wenn es möglichst viele Menschen betrifft“, erklärt Kai Gniffke. „Zum Beispiel ein neues Gesetz. Das betrifft alle Menschen, die hier leben.“ Bedeutend ist eine Nachricht auch, wenn die Leute, die damit zu tun haben, einflussreich sind. Die Bundeskanzlerin etwa oder der Präsident. Und wenn ein Ereignis wichtig für die Zukunft des Landes ist.

Und dann gibt es noch andere Nachrichten. „Die sind nicht wichtig, aber interessant, weil ganz viele Leute darüber reden“, sagt Kai Gniffke. Dazu gehören zum Beispiel die Spiele in der Fußball-Bundesliga. Manchmal kann ein Ereignis aber auch zur „Tagesschau“-Nachricht werden, weil es davon tolle Bilder gibt. „Von einem Vulkan-Ausbruch zum Beispiel.“

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