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So baut man sich sein eigenes Blumenbeet

16.04.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die angehende Erzieherin Sophie Kostenbader hat in Grötzingen mit einer Kindergruppe handwerklich gearbeitet

Das ist Sophie Kostenbader mit den fleißigen Handwerkern. Foto: privat
Das ist Sophie Kostenbader mit den fleißigen Handwerkern. Foto: privat

Hallo, Sophie, wie hast du denn dein Projekt begonnen?

Bei der ersten Aktivität haben die Kinder und ich über unser Thema Handwerker gesprochen. Wir haben darüber gesprochen, wer alles zu Handwerkern gehört und was die machen. Ich hatte von ein paar Handwerkern ein Bild dabei und habe sie vor die Kinder gelegt, wenn sie einen Beruf genannt haben. Anhand der Bilder konnten die Kinder erkennen, dass jeder Handwerker seine eigenen Klamotten trug und die auch alle eine andere Farbe hatten. Anschließend haben wir über die Tätigkeit der Handwerker gesprochen und mit welchen Materialien sie arbeiten und welche Werkzeuge sie benutzen. Danach haben wir uns überlegt, wo man Handwerker überall treffen könnte und ob bei den Kindern auch schon mal ein Handwerker zu Hause war – und wenn ja was er dort gemacht hat.

Wer hatte denn die Idee für das Hochbeet?

Am nächsten Tag haben wir uns wieder getroffen, um zu überlegen was die Kinder gerne zum Thema Handwerker machen oder wissen möchten. Nach verschiedenen Abstimmungen haben sich die Kinder für ein Hochbeet aus Holz entschieden, das mit Blumen bepflanzt werden soll.

Und wie habt ihr dann angefangen mit dem Bauen?

Das war eine Woche später beim Werkzeugtag. Jedes Kind hatte seine Werkzeuge dabei und ich hatte einen ganzen Werkzeugkasten mitgebracht. Nacheinander durfte jedes Kind erzählen, was es für Werkzeuge hat und wofür man es benutzt. Auch ich stellte alle Werkzeuge vor. Danach haben wir uns gemeinsam überlegt, wie groß das Hochbeet werden soll. Mit einem Meterstab haben wir verschiedene Höhen, Längen und Breiten ausgemessen und kamen zu dem Entschluss, dass es 70 Zentimeter hoch, einen Meter lang, 40 Zentimeter breit und 30 Zentimeter tief werden soll. Damit wir das nicht vergessen, haben wir uns eine Skizze gemalt und die Zahlen an den richtigen Stellen eingetragen.

Können solche Werkzeuge nicht manchmal gefährlich sein?

Da die Kinder noch keine Erfahrungen mit Sägen hatten, haben wir am nächsten Tag gemeinsam einen Säge-Führerschein gemacht. Zuerst haben wir über Sägen im Allgemeinen gesprochen. Danach haben wir Regeln aufgestellt. Nachdem wir das alles besprochen haben, haben die Kinder von einem Holzstück etwas abgesägt. Wenn sie dies geschafft haben, haben sie ihr Werkstück zu mir gebracht. Ich habe es kontrolliert und den Kindern ihren eigenen Säge- Führerschein ausgefüllt und ihn den Kindern überreicht. Es haben alle mit Bravour bestanden.

Und dann ging’s so richtig los?

Ja. Ein paar Tage später haben wir dann begonnen, die Bretter für unser Hochbeet zu sägen. Dafür habe ich Bretter mitgebracht, die wir dann mithilfe eines Meterstabes an den richtigen Stellen markiert haben. Danach durfte ein Kind nach dem anderen ein Brett mit der Zug- und Kappsäge zurechtsägen. Bevor es allerdings an die Säge ging, wurden auch die Regeln besprochen.

Wie ging es dann weiter? Und welche Werkzeuge habt ihr außer Sägen noch gebraucht?

Zwei Tage später haben wir uns wieder getroffen, um am Hochbeet weiterzubauen. Dieses Mal wurde das Holz mit Schleifpapier geschleift und anschließend lasiert. Als alle Holzstücke lasiert waren, mussten sie ein bis zwei Tage trocknen. Nachdem die Lasur getrocknet war, konnten die Kinder und Sophie das Hochbeet ein paar Tage später zusammenbauen. Dafür habe ich einen Akkuschrauber mitgebracht und rostfreie Schrauben. Mithilfe einer Wasserwaage konnten die Kinder selber überprüfen ob sie das Holzbrett gerade hielten oder nicht. Wenn es gerade war, haben es vier von den Kindern gehalten und eines durfte nach Anweisung von Sophie die Schraube mit dem Akkuschrauber reindrehen. So ging das weiter, bis das Hochbeet fertig gebaut war.

Und was habt ihr dann noch zusammen machen müssen?

Dann habe ich mich mit den Kindern getroffen, um zu entscheiden, welche Blumen sie in das Hochbeet pflanzen sollten. Das Ergebnis war, das vier Jungs eine orangene Tulpe, einer eine orangene Hyazinthe und ich eine weiße Hyazinthe einpflanzen wollten. Das haben wir ein paar Tage später auch gemacht. Nachdem die Blumenerde verteilt war, bekam jedes Kind die Blume, die es sich ausgesucht hatte. Sie bedeckten die Zwiebel der Blume mit Erde, bis nur noch ein grüner Stengel aus der Erde zu sehen war. Anschließend begossen sie die Blumen und jedes Kind durfte ein Schild mit seinem Namen an dem Hochbeet befestigen. Damit war das Hochbeet fertig! Mit unserem Handwerker-Projekt waren wir aber noch nicht durch.

Warum? Was habt ihr denn noch gemacht?

Ein Vater kam im März zu uns und hat den Kindern etwas über Elektrik erzählt und anschließend etwas mit ihnen gebaut. Die Kinder haben einen kleinen Film über Strom angesehen und danach mithilfe einer Batterie eine Glühbirne zum Leuchten gebracht. Anschließend haben die Kinder zusammen mit dem Vater einen eigenen Fotoständer gebaut, den sie dann mit nach Hause nehmen durften. Mit dem Abschluss dieser Aktivität war mein Projekt zu Ende.

Danke für das Interview, Sophie! Das war sehr interessant. Vielleicht schicken mir die Kinder ja mal ein Bild von ihren Blumen aus dem Hochbeet. Dabei können sie ja vielleicht sogar ihren Fotoständer benützen!

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