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Sisi war eine schöne, aber scheue Kaiserin

05.11.2020 05:30, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die österreichische Monarchin wurde bei uns durch die romantischen Filme sehr bekannt

Sie war schön und geheimnisvoll. Ging lieber auf Reisen, anstatt Hof zu halten. Sie ließ sich einen Anker tätowieren und trug oft schwarze Kleider. Über die österreichische Kaiserin Elisabeth werden viele Geschichten erzählt. Ein Museum in Köln zeigt jetzt ihre privaten Fotos.

Elisabeth mit Fotoalbum umgeben von ihrer Familie, um 1863.  Fotos: Museum Ludwig Köln
Elisabeth mit Fotoalbum umgeben von ihrer Familie, um 1863. Fotos: Museum Ludwig Köln

Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein normales Familienfoto: Mutter, Vater, zwei Kinder, Oma, Opa und dazu noch Onkel und Tanten. Das Foto zeigt aber keine gewöhnliche Familie, sondern die des Kaisers von Österreich.

Die Aufnahme entstand im Jahr 1859 und zeigt den Kaiser Franz Josef selbst und auch seine Frau Elisabeth. Die kennen viele wohl besser unter ihrem Spitznamen: Sisi, oder auch Sissi. Als sie lebte, galt sie als eine der schönsten Frauen der Welt. Noch heute wird sie von vielen Menschen für ihre Schönheit bewundert. Auch Filme über sie wurden berühmt.

Das Familienfoto aber stammt aus den privaten Fotoalben der Kaiserin. Denn Sisi hat begeistert Fotos gesammelt. 18 ihrer Alben werden heute im Museum Ludwig in der Stadt Köln aufbewahrt. Nun sind sie in einer Ausstellung zu sehen. „In den Alben sind insgesamt 2000 Fotos. Sisi selbst ist aber nur auf fünf Bildern zu sehen – und nur auf einem einzigen zusammen mit ihrer Familie“, verrät Miriam Szwast. Sie hat die Ausstellung organisiert.

Die Kaiserin wollte nicht fotografiert werden

Die Kaiserin ließ sich nämlich überhaupt nicht gerne fotografieren! „Sie war menschenscheu und wollte am liebsten gar nicht erkannt werden“, erzählt die Expertin. Auf einem Foto dreht Sisi dem Fotografen zum Beispiel den Rücken zu und trägt einen Schleier vor dem Gesicht. Auf einem anderen versteckt sie ihr Gesicht sogar komplett hinter einem Fächer. Später ließ sich Sisi dann gar nicht mehr fotografieren. Nicht einmal die Ärzte durften eine Röntgen-Aufnahme von ihr machen.

Auch wenn sie von sich selbst keine Fotos machen ließ, war Sisi eine begeisterte Sammlerin. Vor rund 150 Jahren war das bei vielen Frauen sehr beliebt. So sammelte die Kaiserin beispielsweise Aufnahmen von ihren Geschwistern, ihren Hunden und ihren Freunden. Sie legte aber auch sogenannte Schönheiten-Alben an. Dafür ließ sich Elisabeth Fotos von sehr unterschiedlichen Frauen besorgen. Das konnten Adelige sein, Schauspielerinnen oder auch völlig unbekannte Damen. Auf den Bildern sind die Frauen oft verkleidet, tragen kurze Röcke und zeigen ihre Beine. Manche haben sogar Hosen an. Das war damals richtig verwegen. „Diese Mischung zeigt, dass Sisi nicht viel von der Monarchie hielt und auf die ganzen Standesdünkel pfiff“, sagt die Fachfrau. Die Kaiserin lebte auch nicht gerne am Hof. Das war ihr dort alles viel zu streng. Sie reiste stattdessen lieber durch die Welt, was beim Volk nicht so gut ankam. Aber das war Elisabeth egal.

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