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Sie wurde gehasst und geliebt

25.02.2021 05:30, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rosa Luxemburg war schon vor 150 Jahren eine Kämpferin für die Demokratie

Diese Frau kämpfte für die Demokratie. Sie wollte, dass die Menschen selbst bestimmten, wer über sie regiert. Vor 150 Jahren wurde Rosa Luxemburg geboren. Sie war in einer Zeit politisch aktiv, als Frauen noch nicht mal wählen durften!

Das Grab von Rosa Luxemburg im Rondell der Gedenkstätte der Sozialisten, eine Grab- und Gedenkstätte innerhalb des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde in Berlin. Rosa Luxemburg wurde am 5. März 1871 geboren und am 15. Januar 1919 ermordet.  Foto: Jens Kalaene
Das Grab von Rosa Luxemburg im Rondell der Gedenkstätte der Sozialisten, eine Grab- und Gedenkstätte innerhalb des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde in Berlin. Rosa Luxemburg wurde am 5. März 1871 geboren und am 15. Januar 1919 ermordet. Foto: Jens Kalaene

Ihren Namen kennen noch immer viele Menschen: Rosa Luxemburg. Viele kennen auch ihr Gesicht. Obwohl sie bereits vor 150 Jahren geboren wurde. Doch was hat diese Frau genau gemacht? Hm, irgendwas mit Politik. „Über Rosa Luxemburg gibt es viele Geschichten. Und viele davon sind falsch oder komplett erfunden. Jeder hat in ihr das gesehen, was er wollte“, sagt Jörn Schütrumpf. Er forscht in der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin und kennt sich daher gut aus.

Die Frau wurde von vielen Leuten bewundert. Für andere war sie dagegen so etwas wie der Staatsfeind Nummer eins. Das hatte unter anderem mit ihrer Person zu tun: Rosa Luxemburg war klug, selbstbewusst und streitlustig. Sie war Jüdin, nicht verheiratet und kinderlos. Und dann war sie auch in der Politik aktiv - als Frau! Schon deswegen regten sich viele Menschen auf. Genauso wie über die Ideen, die Rosa Luxemburg vertrat.

„Sie war eine der wichtigsten Sozialistinnen in Europa“, erklärt der Experte. Unter anderem forderte sie das Ende der Monarchie. Zu ihrer Zeit herrschte in Deutschland nämlich noch ein Kaiser. Rosa Luxemburg wollte das ändern. Sie fand, der Kaiser sollte abtreten. Die Menschen sollten selbst bestimmen können, wer sie regiert.

Das Land sollte zu einer Demokratie werden, zu einer Republik. Darin sollten alle Bürger die gleichen Rechte haben. Egal, wie arm oder reich sie waren.

Außerdem forderte Rosa Luxemburg mehr Rechte für die Arbeiter. Diese mussten viele Stunden in den großen Fabriken schuften, zum Teil unter schlimmsten Bedingungen und für wenig Lohn.

Das Geld reichte gerade mal so zum Leben. Die Fabrikbesitzer dagegen wurden immer reicher. Das fand Rosa Luxemburg ungerecht. Sie forderte die Arbeiter auf, für ihre Rechte zu kämpfen.

Dabei soll Rosa Luxemburg einen Aufstand mit angezettelt haben, den sogenannten Spartakusaufstand. Mit Waffengewalt sollte die Regierung gestürzt werden, Menschen kamen ums Leben. „Doch sie hatte weder dazu aufgerufen, noch führte sie den Aufstand an“, sagt der Forscher über Rosa Luxemburg.

Wegen ihrer politischen Ideen kam Rosa Luxemburg immer wieder ins Gefängnis. Insgesamt vier Jahre verbrachte sie in Haft.

Obwohl sich Rosa Luxemburg sehr in der Politik engagierte, hatte sie nie ein politisches Amt. Sie arbeitete vielmehr als Journalistin, leitete eine Zeitung und hielt Reden. Meist hörten ihr viele Tausend Menschen zu.

Doch Rosa Luxemburg wurde auch von vielen Leuten gehasst und am Ende umgebracht.

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