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Sie hat ein Trampolin im Büro

24.08.2021 05:30, Von Martina Herzog — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im September wählen die Erwachsenen in Deutschland einen neuen Bundestag. Dann entscheidet sich auch, wer neuer Kanzler oder neue Kanzlerin wird. Mehrere Menschen wollen das Amt gerne übernehmen. Eine davon ist Annalena Baerbock von der Partei die Grünen.

Annalena Baerbock: Parteivorsitzende und Kanzlerkandidatin der Grünen.  Foto: Fabian Sommer/dpa
Annalena Baerbock: Parteivorsitzende und Kanzlerkandidatin der Grünen. Foto: Fabian Sommer/dpa

Als Jugendliche war sie Leistungssportlerin auf dem Trampolin. Jetzt würde Annalena Baerbock gerne Bundeskanzlerin werden: Deshalb tritt die 40-Jährige für die Partei die Grünen bei der Bundestagswahl an. Wir haben mit ihr über Hass im Internet, Klimaschutz und einen Elefantenbaum gesprochen.

Frau Baerbock, springen Sie noch ab und zu Trampolin?

In Robert Habecks und meinem Büro steht ein kleines Trampolin. Einen Salto bekomme ich noch hin, allerdings lässt der sich auf so einem kleinen Freizeitgerät natürlich nicht springen. Das geht nur auf einem großen Trampolin, in einer Turnhalle zum Beispiel.

Hilft Ihnen die Zeit als Leistungssportlerin heute noch?

Als ich damals noch richtig viel Sport gemacht und Turniere bestritten habe, habe ich eines gelernt: Es gehört einiges an Mut dazu, große und neue Sprünge zu wagen. Man muss sich selbst vertrauen, braucht gute Trainerinnen und Trainer, ein starkes Team. Zweifel oder sogar Angst sind total normal. Aber oft lohnt es sich eben, sich trotzdem zu trauen. Daran denke ich oft zurück, wenn ich im Beruf vor wichtigen Entscheidungen stehe.

Sie haben zwei Töchter. Welche gemeinsamen Dinge unternehmen Sie mit Ihrer Familie?

Mit meiner Familie bin ich am liebsten einfach draußen – zum Radfahren, Inlineskaten, im Park. Zum Glück haben wir davon echt viele in Potsdam, und es gibt richtig viel zu entdecken. Im Neuen Garten etwa steht ein großer Elefantenbaum, den meine Kinder und ich echt beeindruckend finden. Es ist eine Buche, die so geschnitten wird, dass sie aussieht wie ein Elefant.

Sie werden im Internet manchmal ziemlich übel beschimpft. Wie gehen Sie mit dem ganzen Hass dort gegen Sie um?

Als Politikerin will ich, will meine Partei ja ganz schön viel verändern. Da sind nicht alle mit einverstanden. Und das ist auch in Ordnung so: Wer falsch findet, was ich vorschlage, soll das bitte immer deutlich sagen. Aber: Bei Beleidigungen, Drohungen oder Beschimpfungen ist für mich Schluss. Leider sind die gerade in den sozialen Medien ganz schön häufig.Viele Leute – in der Politik, aber auch woanders – haben damit zu kämpfen. Wichtig ist, sich da nicht entmutigen zu lassen und sich den Rücken zu stärken.

Was ist Ihr wichtigstes Ziel als Kanzlerin?

Es gibt mehrere. Eines ist: Ich möchte, dass wir Erwachsenen nicht nur Politik für andere Erwachsene machen, sondern vor allem auch für Kinder und Jugendliche. Damit meine ich nicht nur gute Schulen, bessere Sportplätze, mehr Jugendclubs.

Sondern?

Ich finde auch, dass wir noch stärker darüber nachdenken müssen, was wir uns für unsere Kinder und deren Kinder wünschen. Manche Dinge entwickeln sich so langsam, dass wir jetzt etwas tun müssen, wenn wir wollen, dass sich in 20 oder 50 Jahren etwas ändert. Deshalb ist meiner Partei der Klimaschutz so wichtig: Wenn wir heute die richtigen Entscheidungen treffen und es beispielsweise schaffen, dass wir unseren Strom schon bald komplett aus Wind und Sonne statt aus Kohle und Öl gewinnen, dann sorgen wir dafür, dass unser wunderschöner Planet auch dann noch gesund ist, wenn die Kinder von heute längst erwachsen sind.

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