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Sie forschen und kämpfen gegen Viren

28.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Virologen sind in diesen Zeiten der Corona-Pandemie gefragte Experten

Manche von ihnen werden gerade fast zu Stars: So oft sind Virologen und Virologinnen im Fernsehen zu sehen oder beantworten im Radio Fragen. Denn ihr Wissen wird in der Corona-Krise häufig gebraucht. Aber was genau machen eigentlich Virologen?

Im Labor werden Proben mit Viren untersucht.  Foto: Sven Hoppe/dpa
Im Labor werden Proben mit Viren untersucht. Foto: Sven Hoppe/dpa

BERLIN (dpa). Melanie Brinkmann ist eine Art Detektivin. Sie will allerdings nicht Verbrechern auf die Spur kommen, sondern Viren. Das sind superkleine Keime, von denen uns manche krank machen können. Melanie Brinkmann ist Virologin. So nennt man Leute, die sich mit Viren sehr gut auskennen.

Solche Experten sind gerade sehr gefragt, denn alle wollen mehr über das neue Coronavirus wissen. Deshalb sieht man im Fernsehen auch viel häufiger Virologinnen und Virologen, die etwas erklären als früher. Einige von ihnen, wie etwa Christian Drosten und Melanie Brinkmann, sind in der Corona-Krise sogar etwas berühmt geworden. Aber was genau machen Virologen? „Ihre Aufgabe ist zu verstehen, wie Viren uns krank machen“, erklärt Melanie Brinkmann. „Nur wer Viren genau kennt, kann sie auch bekämpfen.“ Dafür arbeiten Fachleute wie sie im Labor. Denn die Keime lassen sich nur unter einem speziellen Mikroskop beobachten, weil sie so superklein sind.

Genau das findet Melanie Brinkmann spannend: Schließlich können diese superkleinen Viren eine große Wirkung auf den Körper haben. Die Forscherin versucht zum Beispiel herauszufinden, wie sich bestimmte Viren Eintritt in eine Körperzelle verschaffen und was dann genau geschieht. „Das kann man sich wie ein Schiff vorstellen, das an eine Kaimauer anlegt. Das ist die Körperzelle. Die Mannschaft geht an Land, sie dringt also in die Körperzelle ein. Dann wird die Körperzelle gekapert und dazu verdonnert, ganz viele neue Schiffe zu bauen.“ Die Fachleute versuchen dann, Werkzeuge zu finden, die das Andocken, das an Land gehen oder den Bau der neuen Schiffe verhindern können – damit das Virus uns nicht krank macht.

Zur Arbeit von Virologen gehört es aber auch, viel zu lesen, erklärt Melanie Brinkmann. Denn die Forscherinnen und Forscher tauschen ihr Wissen untereinander aus.

Schließlich sind Viren nicht nur überall, sondern auch sehr verschieden. Deshalb gibt es auch nicht eine Berufsausbildung zum Virologen. Stattdessen studieren Leute zum Beispiel erst Medizin oder Biologie und spezialisieren sich dann immer weiter.

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