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Shaun das Schaf – aus Einzelbildern wird ein Film

11.05.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Er ist der Star unter den vierbeinigen Wollträgern: Shaun das Schaf. Gemeinsam mit Schaf Shirley, Hund Bitzer, dem Farmer und vielen anderen erlebt er Abenteuer. Doch bis du eine der kurzen Folgen im Fernsehen sehen kannst, haben die Leute vom Film viel zu tun. Um eine der nur wenige Minuten langen Geschichten fertigzudrehen, brauchen sie eine Zeitlang. „Wir stellen am Tag nur etwa zehn bis 15 Sekunden einer Folge her“, erklärt Produzent David Sproxton.

Und das geht so: Die Figuren werden hingestellt und dann abfotografiert. Da alle Figuren aus Kunststoff und Metalldraht gebastelt sind, kann man sie für das nächste Bild ein bisschen bewegen, dann wird wieder ein Foto gemacht – und so weiter.

Danach setzen Fachleute alles hintereinander, wie bei einem Daumenkino. Denn es soll am Ende so aussehen, als würden sich die Figuren bewegen.

Man nennt das Verfahren Stop-Motion (gesprochen: Stop-Moschn). Für nur eine Sekunde Film braucht man mindestens zwölf Bilder.

Die Arbeit geht schneller, wenn sich zum Beispiel die Schafe auf der Weide nur wenig bewegen.

Dann müssen die Filmleute für ein neues Foto nicht viel verändern. Wenn aber ein Schaf anfängt zu rennen, wechselt ständig die Stellung der Beine, der Augen, der Ohren und des Schwanzes. Rennt die ganze Herde, muss bei allen sehr viel verändert werden, erklärt David Sproxton.

Shaun, Bitzer und der Farmer sehen später in der fertigen Folge recht groß aus – dabei sind die Figuren in echt nur so groß, dass sie gut in eine Hand passen.

Deshalb müssen sich die Filmleute sehr konzentrieren, wenn sie mit den kleinen Körpern arbeiten. Vor allem die dünnen Beinchen der Schafe brechen oft durch und müssen dann gewechselt werden. Aber wenn die Figuren größer wären, würden sie schneller umfallen, erzählt David Sproxton.

Oft werden mehrere Folgen gleichzeitig gedreht. Deshalb gibt es von allen Figuren mehrere Exemplare. Shaun kann man dann gleichzeitig im Haus des Farmers knipsen und zum Beispiel auch auf der Weide. Hinterher muss man gucken, welche Bilder zu welcher Folge gehören.

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