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Seit Jahrmillionen am Start: lebende Fossilien

30.05.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Stell dir vor, die Menschen wären schon seit Urzeiten auf der Erde. Dann hätten sie miterlebt, wie die ersten Tiere das Wasser verließen und das Land besiedelten. Und wie Dinosaurier über unseren Planeten stampften.

Doch die ersten Menschen tauchten erst viele Millionen Jahre später auf. Es gibt allerdings bestimmte Tier- und Pflanzenarten, die aus längst vergangener Zeit stammen und sich seitdem kaum verändert haben. Man nennt sie lebende Fossilien.

Diese Lebewesen sind etwas Besonderes. Denn sie haben alle möglichen krassen Ereignisse überstanden, ohne auszusterben. Zum Beispiel Vulkanausbrüche oder Einschläge von Meteoriten. Oder starke Klimaveränderungen wie Hitzeperioden oder Eiszeiten. Forscher staunen darüber, wie diese lebenden Fossilien so lange überleben konnten.

Ein Beispiel ist der Quastenflosser: Dieser Fisch kann etwa so groß werden wie ein Erwachsener, und er hat dicke abstehende Flossen. Manche Forscher vermuten, dass er sich damit am Meeresboden fortbewegt hat. Vielleicht konnte er einst mit ihnen sogar kurze Strecken an Land zurücklegen.

Lange Zeit dachte man, Quastenflosser seien ausgestorben. Und zwar schon vor fast hundert Millionen Jahren! Wie bei Dinosauriern hatte man von ihnen nur versteinerte Überreste gefunden. Aber ungefähr vor 70 Jahren entdeckten Fischer vor der Küste von Afrika ein merkwürdiges Tier. Experten untersuchten es und stellten fest: Das war tatsächlich ein Quastenflosser! Der Fund war eine Sensation, denn die Tiere leben im tiefen Meer und sind sehr selten. Die wenigen Quastenflosser, die man bisher entdeckt hat, werden genau untersucht. Vielleicht können die Wissenschaftler so herausfinden, wie die urtümlichen Fische so lange durchhalten konnten.

Der Quastenflosser ist ein sehr urtümlicher Fisch und lebt vor der Küste Südafrikas. Foto: epa

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