Paulas Nachrichten

Seehunde auf Tauchstation

11.01.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Hä? Wie bitte?“: Du warst schwimmen und hast dabei Wasser ins Ohr bekommen. Danach hört man erst mal nicht so gut. Und unangenehm ist es auch ein bisschen. Bei vielen Tieren im Wasser ist der Körper dagegen besser an die nasse Umgebung angepasst.

Seehunde etwa lösen das Problem auf ihre Weise: Sie verschließen einfach ihre Lauscher, sobald sie abtauchen. Das funktioniert mit einem kleinen Ringmuskel, der dann das Ohrloch verschließt.

Um sich unter Wasser zu orientieren, benutzen sie stattdessen ihre Augen.

Und ihre Barthaare: An deren Wurzeln sitzen viele Nerven, sodass sie beim Tauchen super zurechtkommen. So gut, dass sie sogar in trübem Wasser einem Fisch nachschwimmen können, ohne ihn wirklich zu sehen.

Das Ohr sieht bei Seehunden übrigens auch ein bisschen anders aus als bei uns: Sie haben keine Ohrmuschel außen am Kopf. Sondern sie besitzen nur ein kleines Löchlein. Das ist so groß wie ein Ein-Cent-Stück.

Das hängt auch damit zusammen, dass ihr Körper an die Umgebung angepasst ist: Würden sie Flatter-Ohren haben wie etwa Elefanten, könnten sie sich nicht so schnell im Wasser bewegen – denn da wären die Ohren im Weg.

Seehunde haben außen am Kopf keine Ohrmuschel, sondern nur ein kleines Löchlein. Das können sie mit einem Muskel verschließen, wenn sie unter Wasser tauchen. Foto: Seehundstation Friedrichskoog

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