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Schüler in Japan müssen irre viel büffeln

27.05.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Pauken, pauken und nochmals pauken! Das sind japanische Schüler gewohnt. Schule ist in dem Land in Asien oft härter als bei uns. Das Büffeln fängt schon für Erstklässler an. Sie müssen die ersten Schriftzeichen ihrer schwierigen Sprache lernen. Sie heißen Kanji und sehen wie kleine Strich-Gemälde aus. In der Grundschule müssen Kinder zunächst etwa 1000 Zeichen pauken. Es gibt aber viel, viel mehr. Außerdem hat die japanische Sprache noch zwei Silbenschriften. Jede davon hat mehr Zeichen als unser Alphabet . . .

SCHÜLER: Japanische Kinder kommen im April nach ihrem sechsten Geburtstag in die Grundschule. Insgesamt müssen sie neun Jahre die Schule besuchen. Das ist Pflicht – davon sechs Jahre Grundschule und drei Jahre Mittelschule. Fast alle wechseln dann auf eine Oberschule. Sitzenbleiben wie bei uns gibt es nicht. Aber die Abschlussprüfungen der Mittel- und Oberschulen sind irre schwer. Viele lernen dafür extra in Privatschulen. Die Prüfungen werden von fast allen sehr ernst genommen.

LEHRER: Japanische Lehrer sollen ihren Schülern nicht nur etwa Mathe oder Englisch beibringen, sondern auch, wie sie sich als Teil einer Gemeinschaft am besten für alle verhalten. In vielen Schulen essen Lehrer mittags mit ihren jüngeren Schülern zusammen im Klassenzimmer. Und sie machen öfter Ausflüge.

SCHULNOTEN: Es gibt einerseits die Noten 1 bis 5. Dabei ist 5 die beste und 1 die schlechteste Note. Es werden aber auch Buchstaben verteilt. Wer dann ein A bekommt, hat am besten abgeschnitten. Lehrer bewerten oft nicht nur die Leistung, sondern auch, wie der Schüler im Unterricht mitmacht. Oder ob er auf andere Rücksicht nimmt.

SCHULTAG: Der Unterricht beginnt gegen 8 Uhr und dauert ungefähr bis 16 Uhr. Kaum jemand kommt in Jeans und T-Shirt, ab der siebten Klasse müssen in der Regel alle eine Schuluniform tragen. Auch in manchen Grundschulen haben die Jungen und Mädchen extra Schulklamotten wie weißes Hemd, Jacke oder Faltenrock und Bluse. Schule ist von montags bis freitags, in Privatschulen oft auch samstags.

FERIEN: Sie finden in ganz Japan meist zur selben Zeit statt, zwei Wochen um Neujahr, zwei Wochen um den Beginn des neuen Schuljahrs und sechs Wochen Sommerferien im Juli/August. Das Schuljahr beginnt im April und dauert bis Ende März.

In vielen japanischen Schulen essen Lehrer mittags mit ihren jüngeren Schülern zusammen im Klassenzimmer. Foto: E. K. Brown

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