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Schlechte Chancen für viele Schüler

10.04.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

BERLIN (dpa). In deutschen Schulen haben nicht alle Kinder die gleichen Chancen. Das haben Fachleute von 29 großen Industrieländern in einem Bericht kritisiert, der am Mittwoch in Berlin übergeben wurde. Die Experten kommen von der Organisation OECD, zu der auch Deutschland gehört.

Die OECD-Leute fordern, das deutsche Schulsystem zu ändern. In Deutschland müssen die Kinder oft nach der vierten Klasse die Schule wechseln. Sie gehen dann meist aufs Gymnasium, zur Realschule oder zur Hauptschule. Das Gymnasium ist sozusagen die höchste Schule. Dort und auf Gesamtschulen kann man Abitur machen und hat später meist bessere Chancen im Beruf.

Aber die frühe Aufteilung ist ein Problem, finden die Fachleute. Wer nämlich einmal auf einer Hauptschule ist, hat schlechte Chancen, auf die höhere Realschule oder gar das Gymnasium zu kommen.

Die Kinder werden also schon früh festgelegt. Sie können sich kaum verbessern. Das trifft vor allem Kinder aus ärmeren Familien und aus Familien, die nicht so gebildet sind.

Ein Vorschlag der 29 OECD- Länder: Zumindest Haupt- und Realschulen sollten zusammengelegt werden. In manchen Bundesländern passiert so etwas gerade.

Über die verschiedenen Schulformen gibt es in Deutschland schon seit vielen Jahren Streit. Manche wollen sie ganz abschaffen und eine Schule für alle Schüler gemeinsam so wie in den allermeisten Ländern.

Außer in Deutschland werden nur in Österreich die Kinder so früh auf verschiedene Schultypen aufgeteilt, heißt es in dem OECD-Bericht.

Schulkinder einer vierten Klasse der Grundschule Kleine Kielstraße in Dortmund sitzen im Unterricht. Deutschland soll sein Schulsystem ändern. Das fordern andere Länder. Sie meinen, es ist nicht gut, dass Schüler hier nach der vierten Klasse auf verschiedene Schulen aufgeteilt werden. Foto: Franz-Peter Tschauner

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