Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Schlau machen auf dem Schiff

19.06.2021 05:30, Von Helena Schwar — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die MS Wissenschaft fährt in Deutschland viele Häfen an. Es bietet eine Mitmachausstellung für alle

Leinen los! Das Schiff MS Wissenschaft fährt durch Deutschland und berichtet von spannenden Projekten aus der Forschung. Wir haben uns dort umgesehen.

Louise Seemann und Berthold Böser in den Räumen der MS Wissenschaft. Sie arbeiten in der Ausstellung auf dem Schiff.  Foto: Helena Schwar
Louise Seemann und Berthold Böser in den Räumen der MS Wissenschaft. Sie arbeiten in der Ausstellung auf dem Schiff. Foto: Helena Schwar

(dpa) Ein Hocker aus Popcorn, ein Fahrradhelm aus Pilzen und eine Bratwurst aus Insekten. Kannst du dir das vorstellen? Tatsächlich tüfteln Forschende sogar schon daran!

Dahinter steckt eine große Idee. Es geht darum, Gegenstände aus Materialien herzustellen, die in der Natur immer wieder nachwachsen. Somit schadet es der Umwelt nicht, wenn sie gebraucht werden. Diese Idee wird auch Bio-Ökonomie genannt. Bio steht für die Natur. Ökonomie beschreibt alles, was Menschen mit Geld herstellen, kaufen und verbrauchen. Um diese Idee dreht sich alles auf dem Schiff MS Wissenschaft.

Gerade ist es zu einer langen Reise zu vielen Häfen in Deutschland aufgebrochen. Besucher erleben dann in einer Mitmach-Ausstellung, was Bio-Ökonomie bedeutet und sich Fachleute dazu ausgedacht haben.

Louise Seemann arbeitet auf dem Schiff und sagt: „Viele Dinge, die wir täglich benutzen, sind aus Erdöl gemacht. Zum Beispiel Zahnbürsten oder Kugelschreiber.“ Sie herzustellen sei doppelt schädlich für die Umwelt: Denn zum einen liefert die Erde nicht unendliche Mengen Erdöl. Zum anderen entstehen bei der Herstellung Gase, die in großen Mengen dem Klima schaden.

Deshalb ist auf dem Schiff zum Beispiel zu sehen, welche Gegenstände in Zukunft aus nachwachsendem Holz statt aus Plastik hergestellt werden könnten. Eine andere Station zeigt, wie Pflanzen Wasser reinigen. Eine weitere, was sich aus Pilzen und Popcorn bauen lässt.

Auch das Thema Ernährung kommt vor. Denn etwa die Zucht von Rindern, damit wir sie essen können, verursacht Probleme. Die Tiere stoßen beim Pupsen und Rülpsen das Gas Methan aus. Das trägt viel zur Erhitzung der Erde bei. Deshalb haben Forscher In-vitro-Fleisch gezüchtet. In vitro bedeutet: im Glas. Statt von echten Kühen stammt solches Fleisch aus dem Labor.

Auch Insekten sollen eine größere Rolle für das Essen der Zukunft spielen, denn sie enthalten wichtige Nährstoffe. Schon heute essen fast zwei Milliarden Menschen auf der Welt Insekten. Bei uns stellen auch die ersten Firmen Burgerpatties, Bratwürste, Nudeln und etwa Müsli-Riegel mit Zutaten aus Insekten her.

Doch die Ausstellung will nicht nur zeigen, was schon erforscht wurde. „Wir wollen auch, dass die Besucher nachdenken, sich unterhalten und Ideen zur Bio-Ökonomie finden“, sagt Berthold Böser. Er arbeitet auch auf dem Schiff. Dafür steht da in der Mitte der Ideen-Baum. Die Besucher schreiben ihre Ideen auf und hängen sie hin.

Um etwas für die Umwelt zu tun, muss man nicht selber forschen, meint Berthold Böser. „Jeder kann umweltfreundlich sein. Wir müssen es nur wollen.“

Paulas Nachrichten

Jeder soll Spaß an den Folgen haben

BERLIN. Vielleicht kennst du schon einige Folgen von „Carl Josef trifft“. Das Bild zeigt den Jungen (Foto: Gateau). Wenn du aber noch mehr Sendungen schauen willst, findest du weitere acht Folgen in der Mediathek der ARD. Ab dem morgigen Samstag, 25. September, stehen sie dort…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten