Paulas Nachrichten

Schläger wie Keulen – Mädchen spielen Softball

24.01.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Auf einem sandigen Spielfeld in Hamburg: Die Mädchen werfen, schlagen den Ball und laufen. Sie tragen Helme und ihre Schläger sehen aus wie Keulen. Sie sind beim Softball-Training.

Luisa hat einen großen Handschuh über ihre eine Hand gestülpt. Damit muss sie gleich versuchen, den Ball aufzufangen. Und schon geht alles sehr schnell: Eine Spielerin wirft den Ball. Dann macht es „klock“. Ein anderes Mädchen hat den Ball mit ihrem Schläger getroffen. Und der gelbe Ball saust durch die Luft.

Das Mädchen lässt den Schläger in den dunkelroten Sand des Spielfeldes fallen und rennt los. Luisa und ein paar andere Mädchen laufen gleichzeitig wie wild durcheinander. Sie versuchen, mit ihren riesigen Handschuhen an den Ball zu kommen. Wir sind beim Softball-Training eines Vereins in Hamburg – und da ist ganz schön was los!

Softball geht so ähnlich wie Brennball oder Schlagball. Und es ist fast die gleiche Sportart wie Baseball Die Schläger sehen aus wie Keulen. Wenn der Schlagmann den Ball geschlagen hat, versucht er für seine Mannschaft einen Punkt zu holen. Dafür muss er einmal um ein Feld laufen. Die andere Mannschaft versucht, schnell an den Ball zu kommen und den Schlagmann zu stoppen. Luisa Schulz ist elf Jahre alt. Sie spielt seit mehreren Wochen Softball. „Die Schwester von einer Freundin hat mich mal zum Training mitgenommen. Seitdem bin ich dabei“, erzählt sie. Die Elfjährige trägt wie die anderen während des Trainings einen knallroten Helm. Der schützt sie vor dem Ball. In dem Trainings-Spiel schlüpft jede Spielerin in verschiedene Rollen. „Es geht um laufen, schlagen, werfen und fangen“, erklärt Trainer Jan Kirchner. „Das ist das Tolle am Softball: Für jeden ist etwas dabei. Einer ist vielleicht etwas kräftiger und kann deswegen gut schlagen“, sagt der Trainer. „Der andere ist etwas dünner, dafür aber schnell und der Nächste hat ein gutes Auge und kann gut fangen. So kann hier jeder mitmachen“, erklärt er. „Und es ist ein richtiger Mannschaftssport.“

Das stimmt: Eben hat die eine Mannschaft einen Punkt gemacht. Die Spieler jubeln und klatschen sich gegenseitig ab. Doch schon geht das Spiel weiter und alle konzentrieren sich auf den nächsten Ball.

Der Trainer kann Luisa gute Tipps geben. Foto: Felix Hoffmann

Paulas Nachrichten