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Schädliche Gedanken

21.10.2017 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Manche Nebenwirkungen stellt man sich nur vor

Ist ein Mensch krank, bekommt er oft ein Medikament. Das Medikament bekämpft die Krankheit. Es kann aber weitere Wirkungen haben, die nicht so angenehm sind.

TÜBINGEN (dpa). Zum Beispiel hilft ein Medikament zwar gegen Schmerzen. Aber einige Menschen müssen sich davon übergeben oder ihnen wird schwindelig. Weil solche Wirkungen neben der gewollten Wirkung auftreten, heißen sie Nebenwirkungen.

„Manchmal passiert dabei etwas Eigenartiges“, sagt der Experte Paul Enck. Manche Menschen spüren Nebenwirkungen, nur weil sie davon gelesen haben, zum Beispiel in der Packungsbeilage oder im Internet. „Das liegt daran, dass sie diese Nebenwirkungen erwarten“, erklärt Paul Enck.

Wissenschaftler untersuchen diesen Effekt. Sie haben zum Beispiel Menschen ein Mittel gegeben und gesagt, davon müssten sie sich übergeben. Das stimmte aber nicht. Trotzdem übergaben sich einige Menschen, weil sie genau das befürchtet hatten. Diesen Effekt nennt man Nocebo-Effekt (gesprochen: Notzebo). Das ist Latein und bedeutet „ich werde dir schaden“.

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