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Sausender Ball – Huong und Felix lernen Speed Badminton

05.04.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

homewok content, pages, accessibility, performance and more. Kein Netz, keine besondere Kleidung, kein Verein. Alles, was du zum Speed Badminton brauchst, sind zwei Schläger, ein Ball und jemanden, der mit dir spielt. Huong und Felix lernen, wie es geht.

„Komm, mach schon!“, ruft Huong ungeduldig. Die Zehnjährige wartet darauf, dass ihr Freund Felix ihr den Ball zuschlägt. Als das knallgelbe Ding angezischt kommt, schaut sie hoch, springt und schwingt den Schläger durch die Luft. Daneben. Dieses Spiel, das die beiden lernen, ist nicht so einfach: Es heißt Speed Badminton (gesprochen: Spied Bädminten) und die Bälle sind verdammt schnell! Daher kommt auch der Name. Denn Speed ist das englische Wort für Geschwindigkeit. Die bunten Dinger, die durch die Luft fliegen, sehen aus wie Federbälle aus Plastik. Allerdings sind sie etwas kleiner und schwerer – und können deshalb etwa 290 Stundenkilometer schnell werden, wenn man ordentlich zuschlägt. Sie können also mehr als doppelt so schnell durch die Luft zischen, wie Autos auf vielen Autobahnen fahren dürfen. Um den Ball so stark zu beschleunigen, muss man aber viel üben. Die Viertklässler der Josef-Dering-Volksschule im bayerischen Eichenau fangen erst einmal mit einfachen Übungen an. Zuerst balancieren Huong, Felix und ihre Klassenkameraden den Ball auf ihrem Schläger. Der erinnert mehr an einen Tennisschläger als an einen Badminton-Schläger. Aber er ist kleiner und leichter. Bei der zweiten Übung schlagen die Schüler den Ball vor sich in die Luft. „Immer den Ball beobachten! Alles andere ist in dem Moment egal“, ruft Harald Schwimmer. Er ist heute in die Schule gekommen, um den Viertklässlern beizubringen, wie man Speed Badminton spielt. Endlich dürfen sie es zu zweit versuchen. Felix hält den Schläger wie einen Hammer in der Hand – so hat es Harald Schwimmer gezeigt. „Dann stellt man sich seitlich zur Schlagrichtung, hält den Ball nach vorne und dann schlägt man ihn“, erzählt der zehnjährige Felix. Schon macht es plopp und der Ball fliegt durch die Luft. Bis der Ball da landet, wo er hin soll, muss Felix aber noch üben. Auch Huong tut sich anfangs schwer. Aber weil es so viel Spaß macht, geben sie nicht auf und probieren es immer und immer wieder. „Wenn man’s am Anfang nicht kann und nicht kennt, dann ist es schwer“, sagt Felix. „Aber man lernt es ja mit der Zeit.“ Am Ende fliegen die Bälle immer weiter durch die Halle. Die Spieler treffen immer besser – und werden zunehmend ungeduldig, wenn der andere zu lange braucht, um den Ball zu holen. „Komm, mach schon!“ ruft Huong. Und als der Ball dann kommt, läuft sie schnell auf ihn zu. Sie schwingt den Schläger durch die Luft. Und trifft

Harald Schwimmer zeigt Huong, wo sie den Ball treffen muss. Foto: Judith Wienand

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