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Sauschnell: Marvin und Marina schießen mit Pfeilen

26.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ruhe, Konzentration und Kraft: Das alles brauchen Bogenschützen, wenn sie ihre Pfeile auf eine Zielscheibe schießen. Mit ein bisschen Übung treffen sie Ziele, die weit entfernt sind.

Marina schießt mit einem besonderen Bogen. Der soll es ihr das Zielen etwas leichter machen.  Foto: Birgit Klimke
Marina schießt mit einem besonderen Bogen. Der soll es ihr das Zielen etwas leichter machen. Foto: Birgit Klimke

Marvin und Marina haben sich nebeneinander im Schießstand aufgestellt. Es ist mucksmäuschenstill. Konzentriert blicken die beiden nach vorne und nehmen die Zielscheibe mit den bunten Ringen ins Visier. In der Mitte ist der goldgelbe Ring, den sie treffen wollen.

Lange halten die Elfjährigen ihren Bogen gespannt und atmen ruhig ein und aus. Dann saust zuerst Marinas und kurz danach Marvins Pfeil blitzschnell über die Wiese. Ein dumpfes „Plop“ ist zu hören. Als die Pfeile in die Scheibe einschlagen, jubelt Marina. „Das war gut. Wir haben wieder Gold getroffen.“

Sofort holt Marvin den nächsten Pfeil aus dem Köcher. So heißt der Behälter mit den Pfeilen. Den haben sich die Bogenschützen um die Hüfte gebunden. Marvin legt den Pfeil auf die Pfeilauflage und hält den Bogen so fest, dass der linke Arm ganz ausgestreckt ist. Dann zieht er die Bogensehne so weit an seinen Körper heran, bis sie seine Nase berührt. Die rechte Hand liegt unter seinem Kinn.

Sein Trainer gibt ihm noch Tipps: „Strecke deinen Oberkörper und mach dich noch ein bisschen größer, aber lass die Schultern tief.“

Als Marvin die richtige Haltung eingenommen hat, lässt er den Pfeil los. Der saust mit einem leisen Zischen davon. Es dauert eine Weile, bis er die Zielscheibe erreicht. Denn die steht 40 Meter weit weg. Das ist etwa so weit wie drei Schulbusse, die hintereinander parken. Diesmal hat Marvin nur den roten Ring getroffen. „Ich schieße noch nicht so lange auf 40 Meter“, sagt er.

Als Marvin acht Jahre alt war, hat er in Kempten in Bayern mit dem Bogenschießen angefangen. „Man muss ganz ruhig dastehen und sich konzentrieren. Das gefällt mir.“ Der Sport ist aber auch anstrengend. „Am Anfang hatte ich oft Muskelkater“, sagt der Elfjährige.

Erst als alle Bogenschützen im Schießstand ihre Pfeile verschossen haben, dürfen Marvin und Marina über die Wiese laufen und ihre Pfeile holen. „Wenn andere noch schießen, ist es dafür natürlich viel zu gefährlich“, erklärt Marina. Sie hat vor zwei Jahren mit dem Sport begonnen. „Der Reiz daran ist, immer treffen zu wollen. Und es stinkt mir jedes Mal, wenn ein Schuss nicht so gut war.“

Eineinhalb Stunden dauert das Training. In dieser Zeit schießen Marvin und Marina jeder ungefähr 100 Pfeile. So bereiten sie sich auf anstrengende Wettkämpfe vor. Als am Ende immer mehr Pfeile in den roten oder blauen Ring treffen, packt Marina erschöpft ihren Bogen ein. „Ich höre auf. Jetzt habe ich keine Kraft mehr in den Armen.“

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