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Romanes: die Sprache der Sinti und Roma

01.04.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(dpa) Die Sprache der Sinti und Roma heißt Romanes. Sie kommt aus dem Alt-Indischen. Je nachdem wo die Menschen lebten, vermischte sich das Romanes mit anderen Sprachen. „Also zum Beispiel mit Deutsch, Französisch oder Spanisch“, sagt Gianni Jovanovic. Er stammt aus einer Roma-Familie und setzt sich für die Rechte der Sinti und Roma ein.

Das Romanes von Sinti und Roma ist also verschieden. Es hat sich über die Jahrhunderte unterschiedlich entwickelt. Etwa sechs Millionen Menschen weltweit sprechen Romanes. Tayo Awosusi-Onutor ist eine von ihnen. Sie ist Aktivistin und Sängerin und singt sogar auf Romanes. „Unsere Sprache hat auch die deutsche Sprache beeinflusst“, sagt sie. Das kann man zum Beispiel an der Formulierung „auf etwas Bock haben“ erkennen. Bokh ist Romanes und heißt eigentlich Hunger oder Lust.

Der Internationale Tag der Roma erinnert an Verfolgung

Am 8. April, also heute in einer Woche, ist der Internationale Tag der Roma. An diesem Tag wollen die Roma die Menschen auf ihre Situation aufmerksam machen. Sie wollen dabei an ihre Geschichte der Verfolgung erinnern und auch ihre Kultur feiern.

Vor 50 Jahren, am 8. April 1971, trafen sich zum ersten Mal Roma aus verschiedenen Ländern zu einem Kongress. Damals entschieden sie sich unter anderem dafür, sich selbst Roma zu nennen. Andere Namen wollten sie nicht länger hinnehmen.

Wenn man von der Gruppe der Roma spricht, meint man die Sinti übrigens mit. Sie gehören zur Gruppe der Roma. In Deutschland leben vergleichsweise viele Sinti.

Deswegen nennt man sie häufig noch mal extra und spricht von der Gruppe der Sinti und Roma.

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