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Röhren-Spaß – Um die Wette rutschen

27.03.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Andreas Köhnke ist einer der besten Rutscher Deutschlands. Nicht etwa auf dem Spielplatz, sondern im Schwimmbad. Dabei ist er schon 42 Jahre alt und Vater. Bei den deutschen Meisterschaften im Wettrutschen am Wochenende ist er einer der Favoriten.

Andreas Köhnke wiegt eine Menge: 96 Kilogramm. Beim Wettrutschen im Schwimmbad ist das ein Vorteil. „Aber es ist nicht so, dass jemand, der schwer ist, automatisch gewinnt“, erzählt Andreas Köhnke. „Letztendlich kommt es auf die Technik beim Rutschen an.“ Der 42-Jährige aus Wedel in Schleswig-Holstein kennt sich aus. Er ist schon deutscher Meister gewonnen. Am Wochenende will er wieder bei den deutschen Meisterschaften mitmachen.

Viele Rutsch-Experten nutzen folgenden Trick: Sie heben den Po an und rutschen auf einer Hacke und den beiden Schulterblättern. „Schon beim Reinspringen in die Rutsche lande ich auf einer Hacke“, verrät Andreas Köhnke. „Das braucht ein bisschen Übung, aber dann geht das ganz gut.“

So werden die besten Wasserrutscher richtig schnell. „Wir erreichen je nach Wasserrutsche Geschwindigkeiten von 30 bis 50 km/h“, verrät Andreas Köhnke. Wer so schnell rutscht wie Autos manchmal fahren, kann schon mal blaue Flecken bekommen. Zumal die Rutschen eigentlich für gemütliches Hinuntergleiten gedacht sind. Erbauer der Wasserrutschen wundern sich über die Rekordzeiten, die die Super-Rutscher schaffen, erzählt Andreas Köhnke. Die deutschen Meisterschaften sind zum Beispiel in Scharbeutz. Die Erbauer dort sagen, man braucht mindestens 21 Sekunden für die Rutsche, sagt Andreas Köhnke. Er selbst hat es aber schon in rund 18 Sekunden geschafft. Besonders schnell wird Andreas Köhnke auch dadurch, dass er den Kontakt mit dem Wasser in der Rutsche vermeidet. „Denn das Wasser bremst ab“, sagt er. Deswegen versucht er beispielsweise in Kurven nicht im Wasser in der Mitte, sondern weiter am Rand der Röhre zu rutschen.

Eine Mutter und ihre Tochter rutschen eine Wasserrutsche hinunter. Die Rutsche hinuntersausen – das hat fast jeder schon mal gemacht. Aber es gibt auch deutsche Meisterschaften im Wasserrutschen. Foto: Uwe Anspach

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