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Robert Schumann lebte für die Musik

13.09.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es gibt Menschen, die wissen schon sehr früh, was sie später einmal werden wollen: Fußballstars etwa, die schon als Kind jeden Ball ins Tor gekickt haben. Oder Architekten, die schon als Grundschüler aus Legosteinen irrsinnige Gebäude errichtet haben.

So ein Mensch war auch der Komponist Robert Schumann. Er wurde vor 200 Jahren geboren – genauer gesagt am 8. Juni 1810. „Robert Schumann war jemand, der ganz früh gespürt hat, dass er etwas Kreatives machen möchte“, erklärt der Schriftsteller Dirk Walbrecker. Er hat gerade ein Kinderbuch über den berühmten Musiker geschrieben. Robert Schumann entdeckte seine Liebe zum Klavier schon als kleines Kind. Sein Vater erkannte die Begabung seines Sohnes und unterstützte ihn von Anfang an. Und so kam es, dass der Junge mit sieben Jahren Musikunterricht erhielt. Mit elf spielte er in Schulkonzerten Klavier und schrieb erste eigene Stücke. Seine ersten Kompositionen waren kleine Tanzstücke. Als er dreizehn war, gründete er sogar ein eigenes Jugendorchester. Bis dahin war sein Leben ziemlich unbeschwert, doch dann folgten schlimme Zeiten. Erst starb seine Schwester und dann auch noch sein Vater. Und Roberts Mutter war besorgt, dass ihr Sohn als Musiker nicht genug Geld verdienen könnte – deshalb überredete sie ihn, etwas anderes zu studieren – und zwar Rechtswissenschaften. So etwas studieren Leute, die sich toll mit Gesetzen auskennen wollen. Aber der begeisterte Musiker war alles andere als ein fleißiger Student. Viiiiel lieber ging er zu Konzerten. Und statt Gesetzestexte las er Noten. Statt seinen Professoren zuzuhören, musizierte er. Und er suchte sich einen Klavierlehrer, einen Mann namens Friedrich Wieck. Der versprach, aus ihm einen berühmten Pianisten zu machen. Zwar konnte Robert Schumann seinen Wunsch, ein großer Pianist zu werden, nicht wahr machen – denn er hatte Probleme mit der rechten Hand. Aber er lernte durch seinen Klavierlehrer eine Person kennen, die der wichtigste Mensch seines Lebens werden würde: Wiecks Tochter Clara. Sie heiratete Robert Schumann später. Trotz der Fingerlähmung ließ sich Robert Schumann nicht von der Musik abbringen. Er beschloss, Komponist zu werden. Dem Klavier blieb er trotzdem treu, viele seiner Kompositionen sind Klavierstücke. Aber Robert Schumann wurde im Laufe der Jahre immer unzufriedener. Das Komponieren fiel ihm schwerer und zudem plagten ihn Angstgefühle. Robert Schumann wurde mit seinen Problemen nicht fertig. Letztlich ging er sogar in eine Art Klinik. Dort starb er im Alter von 46 Jahren. Seine Werke aber leben bis heute fort und begeistern viele Menschen auf der ganzen Welt.

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