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Retter mit gutem Riecher

08.03.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

WESEL (dpa). Sie sind mutig. Und sie geben nicht auf, selbst bei schwierigen Aufgaben: Rettungshunde. Die drei Jahre alte pechschwarze Hündin Joy ist über schmale Holzstege balanciert. Sie kletterte schwankende Leitern hoch auf einen Holzturm. An einer steil abwärts führenden Röhre zögert sie dennoch. Erst als Hundeführer Wilhelm Illing vor ihr durch das enge Metallrohr rutscht, traut Joy sich durch das Hindernis. Wilhelm Illing und Hündin Joy sind eines von 15 Hund-Mensch-Teams aus der Rettungshundestaffel Wesel in Nordrhein- Westfalen.

Vielerorts in Deutschland gibt es solche Teams. Rund 70 Staffeln mit mehr als 450 Hunden sind im zentralen Verband Rettungshunde aktiv. Sie werden gerufen, wenn ein Unglück passiert ist und Menschen verschüttet sind. Dann erschnüffeln die Spürnasen die Opfer. Oder sie gehen auf Suche, wenn Menschen von zu Hause verschwunden sind. Damit die Hunde im Ernstfall top in Form sind, müssen sie viel üben. Außerdem gibt es einmal im Jahr eine Prüfung für Mensch und Tier.

Als Rettungshund ist grundsätzlich jeder Hund geeignet, aber 40 Zentimeter Schulterhöhe ist das ideale Maß, erzählt Friederike Rubart. Denn manchmal muss ein Hundeführer ein Hindernis auch mit seinem Tier auf der Schulter überwinden. Da darf der Hund nicht zu viel wiegen. Friederike Rubart macht mit Hündin Jule mit bei der Ausbildung. Sie dauert nach halbjähriger Probezeit mindestens zwei Jahre.

Rettungshund Jule trainiert (die Aufnahme entstand am 2. März) auf dem Gelände der Hundestaffel in Wesel. Hier üben 15 Hund-Mensch-Teams. Rettungshunde müssen mutig sein. Foto: Roland

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