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Retten, aber richtig!

13.06.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wer ein kleines Vögelchen hilflos im Gras sitzen sieht, will oft gern helfen. Aber wie verhält man sich richtig? Fachleute sagen: Man muss sehen, mit wem man es zu tun hat: mit einem Nestling oder einem Ästling.

Nestlinge: Das sind sehr kleine Vogel-Babys. Sie sehen noch ziemlich nackt und zerrupft aus. Ihre Schwanzfedern sind meist nicht richtig zu erkennen. Ein Nestling auf dem Boden ist vermutlich aus einem Nest gefallen – und dorthin sollte er schnell zurück. Versuche, das Nest zu finden und setze den kleinen Vogel vorsichtig hinein. Nur wenn du das Nest absolut nicht finden kannst, kannst du versuchen, das Vögelchen selbst großzuziehen.

Aber Achtung: Das Tier muss den ganzen Tag lang alle halbe Stunde mit Insekten gefüttert werden. Und man muss es warm halten, etwa in einem Karton mit Streu oder mit einer Wärmelampe. Das Tier zu betreuen ist sehr aufwendig, und oft überleben die kleinen Tiere nicht. Am besten holst du dir Rat von Fachleuten.

Ästlinge: Das sind etwas ältere Vögel, die schon mehr Federn haben und auf einem Ast sitzen können. Sie haben häufig bei einem Flugversuch eine Bruchlandung hingelegt und sitzen deshalb auf dem Boden. Hier gilt meistens: In Ruhe lassen! Beobachte das Tier mindestens eine Stunde lang aus etwa 15 Schritten Entfernung und warte ab, ob die Eltern des Vogels kommen. Das ist meistens der Fall, sagen Fachleute. Wenn sich die Vogel-Mutter kümmert, lass den Kleinen einfach allein. Er ist gut versorgt.

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