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Rennstrecken-Experte entwirft Formel-1-Kurse

13.03.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sebastian Vettel, Michael Schumacher und die anderen Rennfahrer sind fast startklar: Am Wochenende beginnt die neue Saison in der Formel 1. In 20 Rennen verstreut über die Welt fahren sie um den WM-Titel. Einige Strecken sehen so aus, wie Hermann Tilke sie geplant hat.

Mit einem großen Blatt Papier und einem dicken Stift sitzen die Leute um einen Tisch herum. Jeder plappert seine Ideen aus, wie die Rennstrecke aussehen könnte. Wenn Hermann Tilke zusammen mit anderen einen neuen Kurs für die Formel 1 plant, ist das einer der ersten Schritte. Der 57-Jährige hat schon mehrere Anlagen entworfen.

Bevor die Fachleute diskutieren, haben sie sich das Grundstück angeschaut. Um etwa miteinzubeziehen, ob der Boden sumpfig oder sandig ist. „Dann setzen wir uns so mit acht oder zehn Leuten zusammen“, erklärt Hermann Tilke. „Und wir streiten, weil der eine die Idee hat, der andere eine andere. Wenn wir uns dann einig sind, machen wir einen ersten Plan, auf dem alles grob eingezeichnet wird.“

Die Planer zerbrechen sich nicht nur den Kopf über Kurven, Geraden und die Gerade für Start und Ziel. Sie bestimmen auch, wo die Zuschauer-Tribünen stehen. Sie denken an die Boxengebäude, in denen die Teams ihre Autos vorbereiten, und, und, und. Später verfeinern die Experten die Pläne am Computer. „Da können wir dann auch so tun, als ob ein Auto über die Strecke fährt“, sagt der Rennstrecken-Planer. Wenn dann die Bauarbeiter werkeln und die Planierraupen, Bagger und Kräne über das Grundstück rollen, beaufsichtigen die Planer das Ganze. „Wir achten darauf, dass auch alles so gemacht wird wie es gedacht ist“, erklärt Hermann Tilke.

Für die Strecke bekommt der Planer dann von den Fahrern manchmal Lob zu hören. Manchmal mäkeln die aber auch an der Strecke herum. Oder sie wünschen sich zum Beispiel noch schärfere Kurven.

Wann immer in den letzten Jahren eine neue Strecke gebaut wurde, war Hermann Tilke verantwortlich. Für ihn ist das toll. Andere meckern: Seine Rennstrecken sehen sich immer ähnlich, sagen sie zum Beispiel.

Sebastian Vettel von Red Bull Racing führt beim Großen Preis von Abu Dhabi das Feld an. Foto: EPA/Srdjan Suki

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