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Pop-up-Bücher sind oft teuer, aber witzig

06.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ingenieure bauen zum Beispiel Brücken. Antje von Stemm ist auch Ingenieurin. Aber sie baut ohne Steine, Stahl und Beton. Sie arbeitet mit Papier: Sie entwickelt Bücher, in denen die Seiten nicht flach bleiben. In diesen Pop-up-Büchern kann man zum Beispiel Zirkus-Tiere hochklappen, Artisten und andere Dinge. Für ihre Werke muss Antje von Stemm malen, ausschneiden und kleben. Ihr Beruf heißt Papier-Ingenieurin. Sie gestaltet Kinderbücher. Weil ihre Bastel-Arbeit manchmal länger dauert als Schreiben oder Zeichnen, können solche Bücher ziemlich teuer sein, erzählte sie „dpa-Nachrichten für Kinder“.

nFrau von Stemm, warum dauert es so lange, Ihre Bücher zu machen?

„Pop-up-Bücher sind zeitaufwendig, weil die allermeisten Schritte bei der Arbeit von Hand gemacht werden müssen. Von der Idee bis zur Fertigstellung – das kann schon mal drei Jahre dauern.“

nManchen Leuten sind Pop-up-Bücher zu teuer. Hat der Preis mit der vielen Zeit beim Herstellen zu tun?

„Je aufwendiger ein solches Buch ist, je höher kann der Preis werden: Je mehr Papier verbraucht wird, je mehr Klebepunkte notwendig sind, je größer der gesamte Umfang ist, umso kostspieliger wird das Ganze. Das Herstellen lohnt sich nur, wenn die Auflage (also: die Zahl der gedruckten Bücher; die Redaktion) des Buches mindestens 10 000 bis 20 000 Exemplare ist. Und wenn es in mindestens drei Ländern startet.“

nWie teuer ist denn das Herstellen im Vergleich zu anderen Sachen?

„Wenn mein jüngstes Buch ,Ungeheuer Gute Nacht!‘ nicht als Pop-up-Buch, sondern als gewöhnliches Bilderbuch erschienen wäre, hätten die Kosten für die Produktion wahrscheinlich weniger als die Hälfte betragen.“

nDie Klapp-Teile gehen leicht kaputt. Haben Sie einen Tipp zur Reparatur?

„Besonders Zieh-Mechanismen halten teils nicht so lange. Wenn sie ausreißen, kann man höchstens die hohl zusammengeklebten Seiten aufschneiden. Dann kann man das auszuziehende Teil mit einem Stück Pappe stabilisieren.“

Antje von Stemm bei der Arbeit an einem Buch. Sie entwickelt Bücher, in denen man Teile hochklappen kann. Die heißen Pop-up-Bücher. Foto: Miriam Breig

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