Paulas Nachrichten

Pompeji – Stadt unter dem Vulkan

10.01.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vor fast 2000 Jahren brach der Vulkan Vesuv aus und veränderte für die Menschen in Pompeji alles. Lava und Gesteinsbrocken begruben die Kleinstadt unter sich – und bewahrten eine längst vergangene Zeit für uns auf.

Wir machen eine Reise in die Vergangenheit, nach Pompeji im heutigen Italien: Es begann an einem Tag im Jahr 79 und ist damit fast 2000 Jahre her. Um die Mittagszeit sahen die Menschen eine dunkle Rauchsäule am Himmel. Sie stieg vom Vesuv auf, dem großen Vulkan ganz in der Nähe. Die Bewohner Pompejis konnten beobachten, wie die Rauchsäule immer höher wuchs. Und schon bald regnete es Asche und Gesteinsbrocken – über der Kleinstadt und den Siedlungen drumherum. Viele Menschen packten ihre wichtigste Habe zusammen und versuchten zu fliehen. Inzwischen war die Luft dick von Rauch und Asche. Große Gesteinsbrocken versperrten die Straßen. Sie ließen die Dächer der Häuser einstürzen. Am Nachmittag war die Rauchsäule bereits 30 Kilometer hoch und hüllte die Umgebung Pompejis in dunkle Schwaden. Unten wurde die Rauchsäule von glühender Lava erleuchtet, oben zuckten Blitze am Himmel. Während der Nacht brach die Rauchsäule zusammen. Nun stürzten Lawinen aus heißem Gas, Steinbrocken und Asche die Hänge des Vulkans hinab. Sie ergossen sich über Pompeji und die umliegenden Orte. Viele Menschen und Tiere starben. Die Region lag unter einer Schicht aus Asche und Gesteinsbrocken begraben. An einigen Stellen war diese mehr als 20 Meter dick. Über die Jahrhunderte geriet die verschüttete Stadt in Vergessenheit. Erst vor ungefähr 250 Jahren stießen die Menschen auf die verborgenen Mauern Pompejis. Forscher begannen unter dem Vulkangestein zu graben und konnten kaum glauben, was sie fanden: Häuser mit prächtigen Wandmalereien, Steinsäulen, Geschirr aus einer längst vergangenen Zeit. Die Stadt war noch fast vollständig vorhanden. Als hätte sie unter der Gesteinsschicht nur auf ihre Wiederentdeckung gewartet. Deshalb und aus Briefen eines Augenzeugen wissen Forscher so viel darüber, was damals in Pompeji geschah. Der Vulkanausbruch zerstörte das Leben vieler Menschen – und bewahrte es zugleich für uns auf. Weil die Häuser, Straßen und Gegenstände von Asche und Steinen zugedeckt wurden, sind sie heute noch so gut erhalten. Man kann sie besuchen und dort erahnen, wie die Menschen vor fast 2000 Jahren gelebt haben.

Das Bild zeigt das Forum von Pompeji. Über die Jahrhunderte geriet die verschüttete Stadt in Vergessenheit. Erst vor 250 Jahren stieß man auf die verborgenen Mauern Pompejis. Foto: J. Lipták

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