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Polizisten sollen alle gleich behandeln

05.10.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In Berlin und Nordrhein-Westfalen sollen Polizisten Hass-Sprüche verbreitet haben

Bei Whatsapp oder anderen Apps kann man super mit Freundinnen und Freunden schreiben. Auch Leute, die zusammenarbeiten, nutzen solche Chat-Gruppen. Einige Polizisten sollen darin aber fiese Sachen geschrieben haben. Dafür könnten sie bestraft werden.

Das Foto zeigt Tobias Singelnstein, Professor am Lehrstuhl für Kriminologie der Ruhr Universität Bochum.  Foto: Katja Marquard/RUB/dpa
Das Foto zeigt Tobias Singelnstein, Professor am Lehrstuhl für Kriminologie der Ruhr Universität Bochum. Foto: Katja Marquard/RUB/dpa

BERLIN (dpa). Polizisten und Polizistinnen erfüllen wichtige Aufgaben bei uns. Sie passen etwa im Straßenverkehr auf, sollen Verbrechen aufklären und Menschen schützen. Damit sie diese Arbeit machen können, haben sie manche Rechte, die andere nicht haben. Sie können etwa Menschen kontrollieren oder sogar festnehmen.

Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich

Bei der Polizei in Berlin gibt es Ärger, weil in einer Chat-Gruppe bösartige Inhalte getauscht worden sein sollen.  Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Bei der Polizei in Berlin gibt es Ärger, weil in einer Chat-Gruppe bösartige Inhalte getauscht worden sein sollen. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Eines ist dabei sehr wichtig: „Polizisten müssen eigentlich alle Menschen gleich behandeln“, sagt der Polizei-Forscher Tobias Singelnstein. Schließlich sind in Deutschland alle Menschen vor dem Gesetz gleich. Deshalb sollen Polizistinnen und Polizisten auf keinen Fall einige etwa schlechter oder besser behandeln als andere.

Das klappt aber nicht immer, sagt der Forscher. Aus der Stadt Berlin zum Beispiel gab es nun beunruhigende Nachrichten. Dort sollen Polizisten in einer Chat-Gruppe unter anderem Menschen mit islamischem Glauben beleidigt haben. Auch im Bundesland Nordrhein-Westfalen gibt es den Verdacht, dass Polizisten im Chat verachtende und verbotene rassistische Inhalte getauscht haben.

Rassismus bedeutet, wenn man Menschen nach bestimmten Merkmalen in Gruppen einteilt und einige davon schlechter behandelt. Diese Merkmale können etwa die Religion oder das Aussehen sein. Wenn bestimmte Leute dadurch etwa häufiger von der Polizei kontrolliert werden als andere, ist das ein Problem, erklärt Tobias Singelnstein.

Leider sind das keine Einzelfälle

Viele Politiker und Vertreter der Polizei sagen aber: Die meisten Polizisten und Polizistinnen sind nicht rassistisch. Gegen die Verdächtigen in Berlin und Nordrhein-Westfalen wird jetzt ermittelt. Sie könnten bestraft werden.

Der Forscher findet trotzdem, dass noch mehr gegen Rassismus bei der Polizei getan werden muss. „Das sind nicht nur Einzelfälle, sondern es ist ein größeres Problem der Polizei insgesamt“, sagt er. Es habe in den vergangenen Jahren sehr viele ähnliche Fälle gegeben. Man müsse genau untersuchen, wie man diese Probleme lösen kann.

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