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Plüschtiere, Puppen und Autos im Härtetest

08.01.2022 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Beim Spielen soll sich kein Kind verletzen! Deshalb testen Profis Spielzeug: Sie behandeln dafür Plüschtiere, Figuren und Bausteine im Labor extra fies mit allerlei speziellen Geräten.

Spielzeug im Test. Um die Sicherheit zu testen, gehen die Prüfer mit dem Spielzeug so richig fies um. Foto: Philipp Brandstädter/dpa
Spielzeug im Test. Um die Sicherheit zu testen, gehen die Prüfer mit dem Spielzeug so richig fies um. Foto: Philipp Brandstädter/dpa

Das arme Plüschtier! Der weiße Stoffhund ist in einer Maschine eingeklemmt. Ein Greifarm packt sein Knopfauge und zieht daran. So doll, dass sich das kleine Tier total verformt. Aber das Kunststoffauge reißt nicht ab. Die Nähte halten. Trotzdem: Wer geht denn so mit Spielzeug um?

Fachleute etwa beim TÜV Rheinland machen so etwas. Das ist eine Firma, die Waren auf Qualität und Sicherheit überprüft. TÜV ist die Abkürzung für Technischer Überwachungs-Verein. Bekannt ist er für die Überprüfung von Autos.

Doch er testet auch Spielzeug. Alles wird genau untersucht: das verwendete Material, die Stoffe, die Farbe, die Nähte. Denn in Europa dürfen nur Spielsachen verkauft werden, die solche Tests bestanden haben. Puppen, Figuren und zum Beispiel ferngesteuerte Autos werden dafür so richtig gequält.

Sie werden auf den Boden fallen gelassen, verbogen und verdreht. „Dabei dürfen zum Beispiel keine Bauteile abfallen“, erklärt Rainer Weiskirchen vom TÜV Rheinland. „Wenn sich Teile lösen, die Kleinkinder verschlucken könnten, dann darf das Spielzeug nicht oder nur an ältere Kinder verkauft werden.“

Wie klein so ein Teil sein darf, erkennen die Fachleute an speziellen Gefäßen: den Normzylindern. Passt ein Bauteil vom Spielzeug in den Zylinder hinein, bedeutet das: Es könnte von Kleinkindern verschluckt werden. Spielfiguren und Bausteine, mit denen kleine Kinder spielen dürfen, sind deshalb extra größer oder aus einem Stück gemacht. Beim TÜV müssen die Spielsachen noch mehr Tests bestehen. Stofftiere etwa werden angezündet, um zu beobachten, wie leicht brennbar das Material ist und wie schnell sich Glut oder Feuer ausbreitet.

Proben der Spielwaren werden zudem in einem chemischen Labor untersucht. „Kleinkinder toben mit ihren Spielsachen und kauen auf ihnen herum“, sagt Rainer Weiskirchen. „Durch Schweiß und Speichel dürfen sich keine chemischen Stoffe lösen, die ungesund sind.“ Deshalb werden kleinste Stücke der verwendeten Kunststoffe in besonderen Flüssigkeiten aufgelöst und kontrolliert.

„Bei allen Tests schauen wir nicht, wie schnell wir ein Spielzeug kaputt kriegen“, sagt der Experte. „Es geht darum, ob ein Spielzeug gefährlich werden kann.“ Das ist für die Hersteller wichtig. Denn sie wollen nicht nur, dass ihre Sachen beliebt sind. Sie müssen auch dafür sorgen, dass Kindern beim Spielen nichts passiert.

Nur die Waren, die alle Tests bestehen, bekommen am Ende ein Siegel. Darum steht auf der Verpackung von Spielzeug dann ein Zeichen mit den Buchstaben G und S. Es steht für Geprüfte Sicherheit.

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