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Piraten – eine junge Partei hat viele Pläne

02.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Piratenpartei hat mit dem Entern von Schiffen rein gar nichts am Hut. Den Leuten geht es eher um mehr Freiheit im Internet. Bei der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag haben zwei von hundert Leuten die Piraten gewählt. Fabio Reinhardt arbeitet für die Piratenpartei. Er erzählte „dpa-Nachrichten für Kinder“, wie die Partei das Ergebnis einschätzt und was sie von der Zukunft erwartet.

Nach der Bundestagswahl 2009: Bist du enttäuscht vom Wahlergebnis?

„Nein, überhaupt nicht. Unsere Partei gibt es ja erst seit September 2006. Deshalb sind wir auch nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen kennen uns und wollen wissen, was wir zu sagen haben.“

Was sind denn eure Themen?

Fabio Reinhardt: „Wir sind beispielsweise gegen Verbote von Computerspielen. Außerdem wollen wir, dass die Menschen in Deutschland in Zukunft besser in der Politik mitmachen können.“

Wie geht es jetzt weiter mit der Piratenpartei?

Fabio Reinhardt: „Die Piraten sind ja nicht nur einfach eine deutsche Partei. Rund um die Erde gibt es Piratenparteien in mehr als 30 Ländern. Und genau da wollen wir in Zukunft noch besser zusammenarbeiten. Wir haben noch viele Pläne. Außerdem haben sich viele Menschen gemeldet, die jetzt bei uns mitmachen. Wir werden uns daher bald treffen und planen, was wir als Nächstes machen.“

Die Piraten erhalten jetzt nach der Wahl ja viel Geld für ihre Stimmen. Was wollt ihr mit dem Geld machen?

Fabio Reinhardt: „Zurzeit arbeiten bei uns ja alle Mitglieder freiwillig. Sie bekommen dafür kein Geld. Mit dem Geld könnten wir aber zum Beispiel Leuten einen Job bei uns geben. Außerdem werden wir von dem Geld bei den nächsten Wahlen Plakate drucken. Auch für unseren neuen Internet-Auftritt brauchen wir Geld.“

Können auch Kinder und Jugendliche bei den Piraten mitmachen?

Fabio Reinhardt: „Klar. Bei uns kann jeder mitmachen, der möchte. Um Mitglied in der Partei werden zu können, muss man aber mindestens 16 Jahre alt sein. Wer jünger ist, muss aber nicht zu Hause bleiben. Es gibt auch die Jungpiraten.“ Interview: Marco Hadem, dpa

Mitglieder der Piraten-Partei, der Grünen-Jugend und der Jugendorganisation der FDP, der Julis, demonstrierten in Berlin, im Hintergrund das Brandenburger Tor. Bei der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag erhielt die Piratenpartei zwei Prozent der Stimmen. Auch wenn der Name ihrer Gruppe so klingt – mit Seeräubern hat die Partei nichts zu tun. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

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