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Paula wundert sich über die vielen Fußball-Tiere

10.07.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Wo haben die Mannschaften eigentlich ihre Spitznamen her?

Hallo, liebe Kinder,

morgen geht ja die Fußball-Europameisterschaft zu Ende. So ein Turnier ist schon spannend. Da wird jeder irgendwie mitgerissen. Auch wenn man nicht so ein großer Fußball-Fan ist – so wie ich. Natürlich ist das bei mir aber ein bisschen anders. Denn ich bin sehr viel mit meinem Freund, dem Reporter Andreas zusammen. Und der ist ein sehr großer Fußball-Fan.

An seiner Laune merkt man immer, ob seine Mannschaft verloren oder gewonnen hat. Eigentlich ist er VfB-Fan. Aber natürlich ist er bei der Europameisterschaft für Deutschland. Die sind aber schon vor einer Weile ausgeschieden. Am nächsten Tag war der Andreas aber gar nicht so traurig oder schlecht gelaunt wie sonst nach Niederlagen.

Ich hatte zu ihm gesagt: „He, bist du denn jetzt gar kein Deutschland-Fan mehr? Macht dir das gar nichts aus?“

„Ach“, hatte er geantwortet, „gestern war ich schon ein bisschen traurig. Aber das ist schnell verflogen. Denn die Niederlage war nicht unglücklich oder unverdient. Sie waren diesmal einfach zu schlecht. Aber das gibt es im Sport. Das machen die ja nicht absichtlich. Jeder will ja gewinnen. Und nur einer kann gewinnen. Da muss man eine Niederlage auch mal hinnehmen!“

Das fand ich sehr vernünftig. Die Woche habe ich mich wieder mit dem Andreas über Fußball unterhalten. Er hat zu mir gesagt: „Siehst du, Paula, wir haben gegen die Laiens verloren. Und jetzt sind sie am Sonntag im Endspiel gegen die Atzurie!“

Das habe ich nicht so ganz verstanden. Ich fand die Namen seltsam. Also habe ich losgeschnattert: „Die wer? Die Laien? Ich dachte immer, das sind Profis. Jetzt sind das Laien? Und gegen die haben die Deutschen verloren? Das ist ja schlecht!“

Der Andreas hat mich ganz groß angeguckt. Er hat aber bald gelacht und gesagt: „Laien? Nein, die Engländer sind keine Laien! Das sind richtig gute Profis. Das ist nur ihr Spitzname. Den spricht man zwar Laiens aus. Aber man schreibt ihn L-i-o-n-s. Das ist englisch und heißt ,Löwen‘. Die haben drei Löwen auf ihrem Hemd.“

„Oh, das sind ja gefährliche Tiere“, habe ich gemeint.

Der Andreas hat wieder gelächelt und gemeint: „Stimmt! Deshalb haben sie auch den Adlern die Flügel gestutzt!“

„Hä? Welchen Adlern? Da hat ja wohl ein ganzer Zoo herumgekickt!“, habe ich geschnattert.

Der Andreas hat mir das dann erklärt: „Na, mit Adler meine ich aus Spaß die Deutschen! Die haben doch einen Bundesadler auf der Brust! Und die haben doch gegen England verloren.“

„Ach“, habe ich gemeint, „dann sind das von den Engländern sozusagen Bundeslöwen!“

Der Andreas musste kurz überlegen. Dann hat er gemeint: „Na, so heißen die nicht. Aber es ist so ähnlich. Die drei Löwen sind ein altes englisches Wappen aus der Ritterzeit. Die hatten zuerst zwei Löwen. Und dann kam noch einer dazu. Der erste mit dem Wappen war bezeichnenderweise der König Richard Löwenherz. Den haben die so genannt, weil er ein starker und mutiger Krieger war.“

„Oh“, habe ich gemeint, „das hört sich ja wirklich sehr gefährlich an. Und was sind dann die armen Atzudingsbums für Tiere? Haben die gegen die Löwen überhaupt eine Chance?“

Wieder hat der Andreas gelacht. „Die Atzudingsbums heißen eigentlich A-z-z-u-r-r-i. Das ist italienisch und heißt die Blauen. Denn die italienische Nationalmannschaft hat blaue Trikots. Und natürlich haben die eine Chance gegen die Löwen. Die haben ja sogar gegen die Furia Rocha gewonnen!“

„Oh je“, habe ich gemeint, „und was sind das für Tiere? Bestimmt keine Enten?“

„Nein“, hat der Andreas gesagt, „das ist spanisch und man schreibt es F-u-r-i-a R-o-j-a. Das heißt ,rote Furie‘. Die Spanier haben oft rote Trikots an. Und eine Furie ist eine böse, wütende Göttin in den Göttermärchen von den uralten Römern.“

Meine großen, runden Entenäuglein sind immer größer geworden. Ich habe gesagt: „Na, dann dürften ja drei so harmlose Löwen kein Problem für die Blauen sein.“

„Wir werden sehen“, hat der Andreas gemeint. Und das machen wir auch. Denn wir gucken uns das Endspiel um den Pokal morgen an. Wenn ich nicht einschlafe. Denn das fängt ja erst spät am Abend an. Eure Paula

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