Paulas Nachrichten

Paula würde watscheln statt rennen

08.06.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Sie guckt sich die Bundesjugendspiele an

Hallo, liebe Kinder,

gestern bin ich schon am frühen Morgen durch die Stadt gewatschelt. Es war ein richtig schöner Morgen. Mir sind viele Kinder begegnet. Die hatten aber alle keine Schulsachen dabei. Die sahen eher sportlich aus. Das hat mich sehr gewundert. Ich habe mir überlegt: „Hm, es sind doch noch gar keine Ferien. Was machen die denn nur?“

Ich habe ein Kind angesprochen. Ich habe zu ihm gesagt: „Hallo, ich bin die Zeitungsente Paula Print, ich habe mal eine Frage an dich!“

Das Kind hat gelächelt und mich angeguckt. Plötzlich hat jemand hinter mir gerufen: „Na, ist doch klar, dass du nicht Donald Duck oder Donald Trump bist, Paula. Dich kennt doch jeder!“

Zuerst bin ich erschrocken. Aber dann habe ich den Typen gleich erkannt. Das war der Sohn vom Andreas. Der lief mit den Kindern mit. Dabei ist er ja viel älter als die. Ich habe trotzdem geschnattert: „Na, das trifft sich aber gut! Dann frage ich halt dich: Gehen die heute alle nicht in die Schule? Gehen die dann ein bisschen Ballspielen und dann womöglich ins Freibad? Haben die schon Ferien?“

Der Sohn vom Andreas hat gelacht. Dann hat er gesagt: „Das mit dem bisschen Ballspielen ist gar nicht so schlecht, Paula. Aber Ferien haben die nicht. Die gehen zu den Bundesjugendspielen. Da muss ich mit. Ich arbeite doch gerade in der Schule! Du kannst ja ein bisschen zugucken.“

Also bin ich einfach mal mitgewatschelt. Auf dem Sportplatz war richtig viel los. Die Kinder haben tatsächlich mit Bällen geworfen. Dann sind sie um die Wette gerannt. Sie rannten so schnell sie konnten. Ja, und dann sind sie auch noch so weit wie möglich gesprungen. Erwachsene haben alles aufgeschrieben. Dabei hat auch der Sohn vom Andreas geholfen.

Das war schon spannend. Aber so ganz verstanden habe ich das nicht. Ich wollte den Sohn vom Andreas noch mal fragen. Aber der musste gut auf die Sportler aufpassen. Da hatte er gar keine Zeit für mich. Also bin ich lieber mal zum Andreas gewatschelt.

Ich habe ihn begrüßt und gesagt: „He, ich habe gerade deinen Sohn getroffen! Der hat was ganz Seltsames gemacht. Der war . . .“

Der Andreas hat mich lächelnd unterbrochen und gesagt: „Ach, du warst bei den Bundesjugendspielen! Das ist toll, gell? Hast du gleich mitgemacht?“

Ich habe ihn erst einmal wie ein Auto angeguckt. Dann habe ich gesagt: „Nein, nein. Die hatten alles aufgeschrieben. Und ich habe das ja gar nicht richtig verstanden. Heute ist doch noch ein Schultag. Warum sind die dann bei so bunten Jugendspielen? Und warum kennst du das überhaupt? Ist das nichts Neues?“

Der Andreas musste kurz überlegen. Dann hat er gelacht und gesagt: „Na ja, bunt sind die Jugendspiele auch. Die haben ja alle bunte Sportklamotten an. Aber es heißt eigentlich Bundesjugendspiele. Und es heißt ,Bund‘ mit ,d‘ und nicht mit ,t‘, weil alle Schüler in der Bundesrepublik Deutschland mitmachen. Die gibt es schon seit kurz nach dem letzten großen Krieg. Davor gab es auch schon so etwas Ähnliches. Das haben die Politiker in allen Bundesländern so beschlossen. Deshalb finden die auch während der Schulzeit statt. Ich habe als Kind und Jugendlicher schon mitgemacht. Und mein Sohn natürlich auch. Guck mal . . .“

Der Andreas hat mir dann ein Bild von rennenden Kindern gezeigt. Da war sein Sohn dabei. Und er hat aus einem alten Koffer Urkunden rausgeholt. Die waren schon ganz grau und haben nach altem Papier gerochen. Das waren seine. Die waren halt schon ganz alt.

Ich habe gesagt: „Ach, Urkunden gibt es da auch noch . . . Deshalb schreiben die alles auf . . .“

Der Andreas hat mir recht gegeben: „Genau, das stimmt. In jeder Sportart gibt es Punkte. Und die werden dann zusammengezählt. Und am Ende bekommt jeder eine Urkunde. Die Urkunden sind verschieden. Je nachdem wie gut man war.“

„Ach“, habe ich gemeint, „gut, dass ich dann nicht mitgemacht habe. Ich watschele ja gar nicht so schnell. Und die sind auch ganz schön schnell gerannt. So hätte ich nicht watscheln können. Und auch nicht so weit springen. Höchstens flattern. Dann hätte ich eine nicht so tolle Urkunde bekommen . . .“

„Das ist aber gar nicht so schlimm, Paula“, hat der Andreas gesagt, „es geht auch darum, dass die Kinder überhaupt Sport machen und sich bewegen. Das ist gesund und tut ihnen gut. Na ja, und im Sport macht man meistens Wettkämpfe. Dann strengt man sich an. Aber wenn es dann nicht so gut klappt, ist es auch nicht schlimm. Die Hauptsache ist, man hat sich angestrengt und mitgemacht.“

Das stimmt, liebe Kinder. Das Werfen, Springen und Rennen macht ja auch wirklich Spaß. Da ist es egal, ob man ganz schnell rennen kann kann oder ein bisschen watschelt wie ich. Dann traue ich mich beim nächsten Mal und mache mit! Da werden die Spiele noch bunter durch meinen orangenen Schnabel und meine orangenen Füße. Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula kann ihre Freunde gut riechen

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