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Paulas Nachrichten

Paula würde nicht auf Vulkane steigen

08.09.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

na, habt ihr meine Briefe vermisst? Mein letzter Brief an euch ist ja jetzt schon ewig her. Aber ich bin nicht davongewatschelt. Keine Angst! Ich bin schon noch hier für euch! Es war alles nur ein bisschen blöd. Der Andreas ist ja nicht nur mein Freund. Er ist ja auch mein Sekretär. Ohne ihn kommen meine Briefe gar nicht in die Zeitung. Tja, und der war eine ganze Zeit lang krank. Jetzt ist er aber wieder fit. Er war sogar schon in Urlaub.

Jetzt ist er wieder zurück. Diese Woche habe ich ihn gleich besucht. Ich wollte mal schauen, wie es ihm geht. Natürlich war ich auch neugierig. Ich wollte wissen, was er alles erlebt hat im Urlaub.

Zuerst einmal habe ich ihn so richtig geknuddelt. Er hat sich auch gefreut.

„Na, war es bei dir im Urlaub auch so heiß wie bei uns zu Hause?“, habe ich gefragt.

„Nein, nein, Paula. Das ging ganz gut. Mir war es sogar schon ab und zu richtig kalt“, hat er geantwortet.

Das habe ich nicht verstanden. „He, du warst doch in Amerika. Und ich habe in der Zeitung gelesen: Da ist es ganz arg heiß in diesem Sommer.“

Der Andreas hat gemeint: „Das stimmt schon, Paula. Aber erst einmal muss ich dir was erklären. Amerika besteht aus Nord- und Südamerika. Das sind beides Erdteile. Darauf gibt es verschiedene Länder. Eines davon sind die USA, die Vereinigten Staaten von Amerika. Und da gehe ich ab und zu im Urlaub hin. Dort war es in diesem Sommer tatsächlich so richtig heiß. Aber nicht in dem Teil, den ich besucht habe.“

„Und dann hast du das gar nicht mitbekommen mit der Hitze?“, habe ich mich gewundert.

„Na ja, ein bisschen schon“, hat der Andreas zugegeben. „Aber die USA sind ein riesiges Land. Die sind 27-mal so groß wie Deutschland! Wir waren ganz oben im Nordwesten. Wenn du auf die USA-Karte guckst, musst du nach links oben schauen. In vielen Gebieten der USA war es richtig heiß. Und bei uns da oben war dann ganz gutes Wetter, obwohl es da sonst eher kälter und regnerischer ist.“

Das hat mich für den Andreas gefreut. Obwohl es für viele Menschen in Amerika natürlich blöd war. „Wart ihr dann am Meer? Habt ihr da baden können?“, wollte ich gleich wissen.

„Ja, wir waren auch am Meer. Aber baden kann man da auch bei gutem Wetter nicht. Da würdest nicht einmal du ins Wasser gehen. Das ist der Pazifische Ozean. Und der ist da oben auch im Sommer sehr, sehr kalt. Nein, nein. Wir haben das gute Wetter für Bergtouren ausgenützt. Wir sind auf dem pazifischen Feuerring herumgeklettert.“

Ich habe ihn ganz komisch angeschaut. Das wollte mir nicht in mein rundes Entenköpflein. „Du bist auf einem Feuerring rumgeklettert? Das ist doch gefährlich!“

„Keine Angst, Paula“, hat der Andreas mich beruhigt. „Der pazifische Feuerring ist eine Kette von Vulkanen. Die stehen eben um den Pazifik herum.“

Das fand ich ja noch blöder. „Du kletterst auf Vulkanen herum? Und wenn einer ausbricht?“

Der Andreas musste lächeln – und kurz überlegen. Dann hat er erklärt: „Na ja, einer von den Vulkanen ist tatsächlich vor 32 Jahren ausgebrochen. Das war der Mount St. Helens. Das war ein gewaltiger Ausbruch. Da hat es einen großen Teil des Berges einfach weggesprengt. Bäume hat es umgeknickt wie Streichhölzer. Da liegen heute noch viele in einem See. Zu dem bin ich gewandert. Das sieht aus wie in einer Streichholzschachtel.“

Das hat mich gewundert. Ich habe gefragt: „Haben die Amerikaner da nicht aufgeräumt?“

Der Andreas musste lachen. „Nein, nein, Paula. Zum Glück nicht. Die haben alles so gelassen. Das ist gut für die Wissenschaftler. Die sehen dann dort, wie lange die Natur braucht, um sich zu erholen. Deshalb ist der Berg immer gut beobachtet. Die Wissenschaftler könnten deshalb auch vor einem neuen Ausbruch warnen.“

„Gibt’s denn dann dort schon neue Bäume? Und Blumen?“, wollte ich wissen.

„Ja, ja, das wächst jetzt nach. Aber ganz tolle Blumen habe ich bei einem anderen Vulkan gesehen. Beim Mount Rainier. Das spricht man Maunt Rehnihr. Da bin ich bis zu seinen Gletschern hochgewandert.“

„Ein Vulkan mit Gletschern? Wie geht denn das?“, wollte ich wissen.

„Ganz einfach. Der ist schon sehr, sehr lange nicht mehr ausgebrochen. Aber er ist sehr hoch. Beinahe 4500 Meter. Und der nahe Pazifik schickt immer Wolken mit viel Wasser rüber. Die bleiben an dem Berg hängen und regnen sich aus. Deshalb gibt es an dem Berg viel Eis und Schnee.“

Ich habe gelacht und gemeint: „Tja, dann hättest du glatt deine Ski mitnehmen sollen!“

Der Andreas hat gelacht. „Stimmt! Aber ich bin nur bis zu den Gletschern und über ein großes Schneefeld drüber. Das ging auch ohne Ski. Dann habe ich lieber die schönen Blumen dort oben angeguckt. Die konnte ich natürlich nicht für dich pflücken. Deshalb habe ich dir statt eines Blumenstraußes ein Blumenbild mitgebracht. Da!“

Das war ein tolles Bild! Und ich habe mich sehr gefreut. Denn die schönen Blumen stehen jetzt immer noch in ihrer Heimat und wir können uns trotzdem daran erfreuen. Das ist doch klasse, oder, liebe Kinder? Eure Paula

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