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Paula würde gerne alle Wünsche erfüllen

15.01.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Sie hat sich über die Wünsche der Kinder zum neuen Jahr gefreut. Sie fragt sich, warum uns Wünsche so faszinieren.

Silas Keller aus Unterensingen
Silas Keller aus Unterensingen

Hallo, liebe Kinder,

das neue Jahr ist ja jetzt schon ein paar Tage alt. Aber eigentlich stehen wir noch am Anfang. Es sind ja jetzt noch nicht einmal 15 von 365 Tagen vorbei. Deshalb können eure Wünsche zum neuen Jahr sicherlich noch erfüllt werden. Na ja, nicht alle. Aber viele werden in Erfüllung gehen.

Über eure Bilder mit den Wunschschildern und eure E-Mails und Karten mit euren Wünschen habe ich mich sehr gefreut.

Viele Kinder haben sich gewünscht, dass Corona bald vorbei ist. Da sind wir uns sicher einig. Manche sagen: Dann könnten sie wieder ohne Tests und Masken in die Schule gehen. Ja, das wäre super! Eine Weile müssen wir halt noch aufpassen. Aber dann kriegen wir das bestimmt wieder hin! Schön ist, dass sich viele einfach Gesundheit wünschen – für sich selbst, für ihre Lieben, einfach für alle. Das hat bestimmt auch mit Corona zu tun. Aber nicht nur.

Viele wollen einfach auch wieder in Urlaub fahren können. Und sie wollen mit ihren Freunden spielen können. Und, ja, klar, sie wollen auch wieder ihre Hobbys machen können. Also im Sport oder so. Das kann ich auch gut verstehen.

Ich finde es auch schön, dass sich so manches Kind Frieden wünscht. Friedlich ist es ja auch, wenn die Menschen und Zeitungsenten sich gut verstehen, Rücksicht aufeinander nehmen und ihre Probleme zusammen lösen. Das hat mir der Andreas erklärt. Ja, aber Frieden heißt auch: Nicht nur hier in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt sollen die Kriege aufhören und alle in Frieden leben können.

Ein paar von den Wunschschildern zeige ich euch heute auf meiner Seite. Aber nur ein paar – denn ich kann ja nicht schon wieder zwei Seiten bedrucken wie diese Woche mit euren tollen Adventskalender-Bildern. Wünschen würde ich mir das schon. Aber der Andreas sagt: Man sollte sich auch nicht immer zu viel wünschen. Na ja . . . Der Andreas hat gemeint: „Das mit dem Wünschen ist auf jeden Fall eine gute Sache. Denn dann überlegt man sich gut, was man eigentlich so richtig will oder braucht.“

Das stimmt natürlich. Und ich kenne das auch aus den Märchen. Da haben die Typen auch manchmal bei einer Fee oder einem Zauberer drei Wünsche frei. Die werden denen dann auch oft einfach erfüllt. Und manchmal ist das dann gar nicht so toll für die Typen. Deshalb muss man sich das gut überlegen mit den Wünschen. Aber eure Wünsche fand ich schon alle richtig gut.

Das habe ich auch dem Andreas gesagt. Der hat mit dem Kopf genickt und gemeint: „Ja, genau! Ein König Midas war jetzt wirklich nicht dabei!“

Ich habe natürlich sofort losgeschnattert: „Ein König? Gibt es hier so etwas überhaupt noch? In Deutschland wählen wir den Chef doch selbst!“

Der Andreas hat gelacht und geantwortet: „Na klar, der König Midas ist ja auch nicht der König von Deutschland. In so einem alten Griechen-Märchen war der Midas König von Phrygien. Das ist eine Gegend im heutigen Land Türkei. Der Midas war sehr reich. Aber er war sehr gierig und wollte noch reicher werden. Eines Tages hat er einen Freund einer Gottheit gefangengenommen. Und der Gott gewährte ihm für dessen Freilassung einen Wunsch. Midas wünschte sich: „,Alles, was ich berühre, soll zu Gold werden!‘ Dann . . .“

Jetzt habe ich wieder ganz aufgeregt reingeschnattert: „Was? Der ist ja doof! Alles soll zu Gold werden? Und das Essen? Ein Salatkopf aus Gold wäre ja wertvoll. Aber wenn ich nur noch Salatköpfe aus Gold hätte, hätte ich nichts mehr zu essen!“

Der Andreas hat wegen der Unterbrechung gar nicht geschimpft. Er hat gelächelt und gemeint: „Da hast du völlig recht, schlaue Zeitungsente! Der war echt doof. Und er hat dann auch gemerkt, dass er jetzt verhungern muss. Der Märchengott hatte aber ein Einsehen und hat ihm noch einen weiteren Wunsch gewährt. Da hat er das dann wieder rückgängig gemacht!“

„Oho“, habe ich gemeint, „da hat er aber Glück gehabt! Aber das zeigt einfach: Man sollte sich gut überlegen, was man sich wünscht! Manche Sachen wie Gold braucht man wirklich nicht. Und manche wie Gesundheit sind sehr wichtig.“ Eure Paula

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