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Paulas Nachrichten

Paula würde die Würmer gern vom Salat fernhalten

12.04.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

irgendwie hab ich mich in den letzten Wochen richtig daran gewöhnt: Immer wenn ich beim Andreas vorbeigeschaut habe, ist der auf dem Sofa gelegen. Hm, da könnte man richtig neidisch werden, hab ich mir gedacht. Aber dann habe ich gemerkt, dass es ihm gar nicht gut ging. Seine Stirn war ganz arg heiß. Wenn er fit gewesen wäre, hätte er bestimmt gesagt: Mensch Paula, eigentlich könntest du auf meiner Stirn Spiegeleier braten!

Aber er hat es nicht gesagt. Keinen Witz hat er gemacht, keinen guten und noch nicht einmal einen schlechten. Da habe ich schon gewusst, dass es ihm richtig schlecht geht. Ich habe mir gedacht: Du musst ihm helfen! Also habe ich ihm eine kleine Kiste mit lauter gesunden Sachen drin geschenkt. Orangen und Äpfel waren drin. Und natürlich ein großer, saftiger Salatkopf. Ein paar kleine Süßigkeiten habe ich auch dazugetan. Er hat sich artig bedankt und sogar ein bisschen gelächelt. Ich habe gemerkt, dass er sich richtig gefreut hat.

Tja, es ist dem Andreas dann auch irgendwann wieder besser gegangen. Ich bin sicher, dass er das mir und meinem Geschenk zu verdanken hat. Ganz sicher! Obwohl er auch Medikamente genommen hat. Naja, vielleicht haben die auch ein bisschen geholfen.

Als ich dann am Donnerstag bei ihm vorbeischauen wollte, war das Sofa leer. Da war mir klar: Er ist wieder in der Redaktion. Das hat mich richtig gefreut. Denn wenn jemand krank ist, den man noch nie so schwach gesehen hat, ist das nicht besonders schön. Das kennt ihr bestimmt auch.

In der Redaktion habe ich ihn getroffen. Er hat gerade mit seinen Kollegen gesprochen. Ich habe brav gegrüßt und gewartet, bis sie zu Ende gesprochen haben. Das hat aber gedauert! Aber als gut erzogene Ente habe ich ja Geduld. Ich habe immer nur irgendetwas mit Gehversuchen verstanden. Gehversuche?, habe ich zum Andreas gesagt, was ist denn da so toll dran? Könnt ihr vielleicht nicht mehr gehen?

Nee, nee, Paula, hat der Andreas gesagt. Und natürlich hat er gelacht. So hat er die ganzen letzten Wochen, als er krank war, nicht mehr gelacht. Dann hat er gesagt: Da geht es nicht um Gehversuche, sondern um Genversuche, Paula!

Gen? Ich habe ihn angeschaut wie ein Auto.

Ich erkläre dir das, hat der Andreas gesagt. Die Hochschule von Nürtingen ist eine Schule für Erwachsene. An so einer Hochschule wollen Forscher auch Sachen rauskriegen, die bisher keiner weiß. Die forschen da auch mit Pflanzen. Früher mit Zuckerrüben, jetzt mit Maiskolben.

Zuckerrüben, Mais, da habe ich gleich Hunger bekommen. Der Andreas hat mir das angesehen. Aber er hat gesagt: Erst in der Mittagspause gibt es was zu essen. Und er hat mir weitererklärt: Die Forscher haben Pflanzen ausprobiert, denen andere Forscher die Gene verändert haben. Die Gene sind kleine Teile in den Zellen der Pflanzen. Die bestimmen, wie die Pflanzen sind, was ihre Eigenschaften sind, wie sie aussehen, was ihnen schadet, was ihnen nützt. Die Hochschule hat Mais ausprobiert, den schädliche Insekten nicht mehr anfressen können. Aber viele Menschen waren gegen diese Versuche. Und jetzt hat die Hochschule damit aufgehört.

Das verstehe ich nicht, habe ich zum Andreas gesagt. Wie kann man denn da dagegen sein? Ich würde mich doch auch freuen, wenn die Würmer meinen Salat nicht mehr anknabbern wollten.

Klar, Paula, hat der Andreas gesagt. Aber man weiß leider nicht, wie die veränderten Pflanzen auf andere Lebewesen und Pflanzen wirken, wenn ihre Samen verstreut werden. Und man kann die Samen nicht mehr zurückholen: Auch wenn die Forscher eines Tages rauskriegen, dass sie schädlich sind. Deshalb ist es besser, wenn die Versuche nicht mehr gemacht werden.

Ich habe genickt, als hätte ich alles verstanden. Die Welt der Erwachsenen ist halt nicht so einfach zu verstehen. Aber ich werde immer tapfer fragen und mein rundes Entenköpflein anstrengen. Das ist der Job einer Zeitungsente! Eure Paula

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