Paulas Nachrichten

Paula würde am liebsten Salate malen

05.02.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

als Zeitungsente lese ich natürlich jeden Tag die Zeitung. Ich will ja wissen, was passiert ist. In dieser Woche habe ich etwas Interessantes gelesen. Aber zuerst habe ich mich etwas erschrocken. Da stand nämlich etwas von Aliens und Robotern, die in der Kreuzkirche unterwegs sein sollen. Aliens sind Außerirdische. Ich dachte immer, die gibt’s wahrscheinlich gar nicht. Also habe ich erst einmal den Andreas gefragt: „He, was machen denn die Außerirdischen und die Roboter in unserer Kreuzkirche?“

Er hat geguckt wie ein Roboter. Dann hat er gemeint: „Hast du nicht den ganzen Bericht von meinem Kollegen gelesen?“

„Äh, nein“, habe ich kleinlaut zugegeben. „Nicht so ganz, so ganz richtig ganz.“

Der Andreas hat mir auf die Schulter geklopft und gesagt: „Also gut, Paula. Dann komm, wir gehen gleich mal hin.“

Ich habe ihn ganz ängstlich angeschaut. Er hat das gemerkt und mich beruhigt: „Du brauchst wirklich keine Angst zu haben. Dir passiert nichts. Und du wirst in der Kreuzkirche nur nette Leute treffen.“

Ich habe ihm einfach mal vertraut, und wir sind losgewatschelt. Also, ich bin gewatschelt, der Andreas ist natürlich gegangen. Er ist ja keine Zeitungsente. Das sah dort auch gar nicht gefährlich aus. Da gingen Leute rein und raus. So wie immer. Trotzdem war’s mir ein bisschen mulmig, als wir rein sind.

Aber dieses Gefühl ist gleich verflogen. Drinnen hingen nämlich wunderbare Bilder. Mit tollen Farben und vielen verschiedenen Formen. „Wo sind denn jetzt die Aliens und die Roboter?“, habe ich ganz mutig gefragt. „Na, Paula, die hängen doch überall an den Wänden!“, hat der Andreas geantwortet.

Ich habe aber gar keine gesehen. Da hingen nur die Bilder. Dann habe ich das ganz plötzlich verstanden: „Klar! Die Aliens und die Roboter sind auf den Bildern!“

Also habe ich mir die Bilder genauer angeschaut. Aber ich habe wieder keine Roboter und keine Aliens entdeckt!

Das habe ich auch dem Andreas mitgeteilt. „So, Paula, was siehst du denn dann auf den Bildern?“, wollte er deshalb von mir wissen.

Ich habe kurz überlegt. „Hmmm, viele verschiedene Dinge. Manchmal sehe ich den Mond. Oder Sterne. Und Blumen. Dann entdecke ich auch Gesichter. Viele große Augen. Und manchmal auch lustige kleine Figuren. Die sehen manchmal aus wie Strichmännchen. Aber manchmal erkenne ich auch gar nichts. Komisch, oder?“

Der Andreas hat mich beruhigt: „Nein, Paula. Das ist normal. Das sind Bilder von dem spanischen Künstler Joan Miró. Man darf seiner Phantasie freien Lauf lassen. Das heißt: Auf seinen Bildern darf man sehen was man will. Er schreibt nichts vor.“

„Ach, und manche sehen dann also Aliens und Roboter auf den Bildern. Und das hat dein Kollege dann berichtet“, habe ich festgestellt. Und der Andreas hat mir recht gegeben. „Ja, Kinder haben die Aliens und Roboter entdeckt.“

Das war interessant. Ich habe überlegt: „Hat auch der Miró seiner Phantasie freien Lauf gelassen? Hat der gar nicht immer gewusst, was er da malt? War ihm das egal?“

Jetzt musste der Andreas kurz überlegen. Dann hat er gemeint: „Nein, nein, Paula. Der hat schon immer gewusst, was er malt. Und er hat auch immer wieder die gleichen Dinge gemalt, weil sie etwas ganz Besonderes für ihn bedeutet haben.“

Das habe ich nicht so richtig verstanden. Ich habe gefragt: „Aber warum hat er nicht so gemalt, dass immer alle erkennen, was er malen wollte?“

„Tja, Paula“, hat der Andreas gesagt, „er wollte dem Betrachter die Freiheit lassen. Und er war eben ein Surrealist.“

„Wie? War das ein Fan von Real Madrid, dem berühmten Fußballclub?“, wollte ich wissen.

Der Andreas musste lachen. „Das weiß ich gar nicht, Paula. Surrealismus hat was mit Realität zu tun. Realität ist die Wirklichkeit. Und ,sur‘ heißt französisch ,über‘. Also geht’s beim Surrealismus um Dinge, die über die Wirklichkeit hinausgehen. Die surrealistischen Maler haben ihre Träume gemalt. Da sieht man ja oft etwas, was nicht ganz wirklich ist. Oder, Paula?“

„Och“, habe ich gemeint, „bei mir ist das anders. Ich träume nämlich meistens von Salat. Na ja, ein bisschen hast du schon recht. In meinen Träumen sind die Salatköpfe oft größer als in der Wirklichkeit!“

Und von was träumt ihr immer, liebe Kinder? Eure Paula

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