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Paula wünscht sich etwas fürs neue Jahr

31.12.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Was gibt es denn alles für Traditionen zu Silvester? Und was ist eigentlich eine Tradition?

Südkorea Tausende Sterne hängen aufgereiht nebeneinander und übereinander. Auf jedem der bunten Zettel steht ein Neujahrswunsch. Diese Zettel haben im Land Südkorea in Asien Tradition. In den Tagen vor Neujahr schreiben die Menschen sie. Oft wünschen sie sich, dass sie und ihre Familie gesund bleiben. Dann befestigen sie die Zettel in einem buddhistischen Tempel. Dafür werden etwa im Jogye-Tempel in der Hauptstadt Seoul extra Gestelle aufgebaut. Buddhismus ist eine Religion, die in Asien weit verbreitet ist. Buddhisten meinen, dass Menschen häufig wiedergeboren werden. Ihnen ist es wichtig, nichts zu krass zu machen, sondern besser einen mittleren Weg im Leben zu finden. dpa  Foto: Ahn Young-Joon/AP/dpa
Südkorea Tausende Sterne hängen aufgereiht nebeneinander und übereinander. Auf jedem der bunten Zettel steht ein Neujahrswunsch. Diese Zettel haben im Land Südkorea in Asien Tradition. In den Tagen vor Neujahr schreiben die Menschen sie. Oft wünschen sie sich, dass sie und ihre Familie gesund bleiben. Dann befestigen sie die Zettel in einem buddhistischen Tempel. Dafür werden etwa im Jogye-Tempel in der Hauptstadt Seoul extra Gestelle aufgebaut. Buddhismus ist eine Religion, die in Asien weit verbreitet ist. Buddhisten meinen, dass Menschen häufig wiedergeboren werden. Ihnen ist es wichtig, nichts zu krass zu machen, sondern besser einen mittleren Weg im Leben zu finden. dpa Foto: Ahn Young-Joon/AP/dpa

Hallo, liebe Kinder,

heute geht ja das alte Jahr zu Ende. Deshalb habe ich gestern zum Andreas, meinem Reporterfreund, gesagt: „Hey, das ging ja echt schnell diesmal. Das Jahr ist schon wieder vorbei. Und dann fängt schon wieder gleich ein neues an!“

Der Andreas hat mich erst einmal angeguckt wie ein Auto. Und anschließend hat er gelacht. Dann hat er aber doch was gesagt: „Hä? Na ja, das ist halt so eine richtig schöne Tradition: Nach dem alten Jahr kommt gleich das neue!“

Ich habe mich veräppelt gefühlt. Denn das ist ja klar. Deshalb habe ich geschnattert: „Hahaha! Das weiß ich selber! Ich habe ja nur gemeint: Es kommt mir so vor, dass das letzte Silvester noch gar nicht so lange her ist und dass das Jahr sehr schnell verging diesmal. Das hat doch nichts mit deiner Koalition zu tun. Das sind doch die Parteien, die nach den Wahlen in diesem Jahr zusammen eine neue Regierung zusammengebaut haben. Aber das Jahr verkürzen können die auch nicht, also . . .“

Jetzt hat mich der Andreas unterbrochen und geschna . . ., äh, gesagt: „Es ist ja toll, dass du das mit der Wahl und der Koalition in diesem Jahr gelernt hast. Aber es gibt noch andere Wörter mit ,ition‘ hinten. ,Tradition‘ zum Beispiel. Das kommt von dem alten Römerwort ,tradere‘. Das heißt eigentlich auf deutsch ,hinübergeben‘. Man gibt also zum Beispiel eine schöne Gewohnheit zu einem besonderen Anlass immer weiter an die nächsten Menschen und Zeitungsenten. An Weihnachten einen Christbaum aufstellen, das ist zum Beispiel eine Tradition. Oder wenn du an Silvester auf unserem Sofa unter die Decke kriechst, weil dir das Geböllere nicht passt!“

Der Andreas hat dabei ein bisschen gelächelt. Aber das fand ich eher lieb als frech. Also habe ich nicht geschnattert, und ich habe ihn auch nicht mit meinem orangenen Entenschnabel in den Hintern gezwickt. Ich habe gesagt: „Ja, aber dieses Jahr wird wieder nicht so viel geballert wegen Corona. Gibt es denn sonst irgendwelche Traditionen zu Silvester?“

„Na klar“, hat der Andreas gemeint, „man zählt zum Beispiel die letzten zehn Sekunden des Jahres rückwärts. Und dann um Mitternacht freut man sich. Dann nimmt man seine Liebsten in den Arm und wünscht ihnen ein gutes neues Jahr! Das ist doch auch eine schöne Tradition!“

„Stimmt“, habe ich gemeint, „ob das alle so machen? Also überall in der Welt?“

„Gute Frage“, hat der Andreas geantwortet, „überall ... das weiß ich nicht. Aber bestimmt in vielen Ländern. Manche machen etwas ganz anderes. Manche in Südkorea zum Beispiel haben eine tolle Tradition. Die schreiben ihre Wünsche fürs neue Jahr auf einen Stern und hängen den dann in einem Tempel auf. Das ist so etwas wie eine Kirche.“

Der Andreas hat mir dann ein Bild davon gezeigt. Das sah toll aus. Da waren ganz viele bunte Sterne darauf. Auf denen standen wohl die Wünsche geschrieben. Ich konnte das aber nicht lesen. Ich kann ja nicht koreanisch. Der Andreas auch nicht.

Ich habe gesagt: „Hm, ich dachte immer, man wünscht sich was zu Weihnachten. Aber zu Silvester . . . das ist mir neu!“

„Na ja“, hat der Andreas gemeint. „Zum neuen Jahr muss man sich eine Woche nach Weihnachten ja auch keine Geschenke wünschen. Also so Spielsachen und Süßigkeiten und so. Man kann sich ja was anderes wünschen. Dass sich alle lieb haben. Dass . . .“

„Ja“, habe ich losgeschnattert, „da fallen mir viele Sachen ein. Dass man gesund bleibt oder wird. Oder dass das doofe Corona endlich weggeht. Oder . . .“

Und dann hatte ich eine Idee: „Weißt du was? Wir fragen die Kinder nach ihren Wünschen für das neue Jahr! Dann drucken wir die ab und wünschen uns ihre Wünsche alle zusammen. Dann klappt das bestimmt mit denen!“

Der Andreas hielt das für eine gute Idee! Und ihr? Ihr auch? Macht ihr mit, liebe Kinder? Ich würde mich freuen! Eure Paula

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