Paulas Nachrichten

Paula will sich nicht      schwarzärgern

04.01.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

                                                       Paulas Thema heute: Warum haben              Menschen eigentlich verschiedene Hautfarben?

Hallo, liebe Kinder,

erst einmal wünsche ich euch ein gutes neues Jahr! Denn die Weihnachtszeit ist vorbei. Und das neue Jahr hat auch schon angefangen. Deshalb bin ich diese Woche wieder einmal zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Er war aber gerade nicht da. Deshalb habe ich erst einmal mein Vesper ausgepackt. Ich hatte nämlich noch leckere Weihnachtskekse. Die hatte ich mir extra aufgehoben.

Also habe ich meine Kekse auf den Schreibtisch vom Andreas gestellt. Aber dann habe ich ein paar Kollegen von ihm gesehen. Ich bin erst einmal zu ihnen gewatschelt. Sie haben mir auch ein gutes neues Jahr gewünscht – und ich ihnen.

Nach ein paar Minuten bin ich zurück zum Schreibtisch vom Andreas. Jetzt saß er schon da. Darüber habe ich mir sehr gefreut. Aber nicht lange. Denn meine kleine Weihnachtskeksdose war leer. Ich habe sofort losgeschnattert: „He, was ist mit meinen Keksen passiert? Oh je, hast du die alle gegessen?“

„Äh, hallo, Paula“, hat der Andreas gesagt. „Ich wünsche dir auch ein gutes neues Jahr. Alles klar. Aber jetzt rege dich nicht so auf.“

„Ich soll mich nicht aufregen?“, habe ich weitergeschnattert. „Ich rege mich aber auf! Das waren meine letzten Weihnachtskekse! Da ärgere ich mich schon.“

„Na ja, ich dachte: Oh, schön, die Paula hat mir Kekse mitgebracht. Deshalb habe ich sie gegessen. Aber du brauchst dich wirklich nicht so zu ärgern darüber. Denn die Kekse kriegst du dadurch nicht mehr zurück. Auch wenn du dich schwarzärgerst!“

Jetzt habe ich noch mehr geschnattert: „Was? Schwarzärgern? Ich will mich nicht schwarzärgern!“

„Brauchst du auch nicht“, hat der Andreas jetzt ganz lieb gesagt. „Ich besorge dir nachher eine leckere Bretzel als Ersatz für deine Weihnachtskekse. Und das mit dem Schwarzärgern ist auch nur so eine Redensart. Das soll heißen: Jemand ärgert sich gaaaaaaanz arg und lang. Vielleicht sogar sein Leben lang. Bis er tot ist. Das sagt halt man nur so. Man wird natürlich nicht schwarz.“

Das mit der Brezel war in Ordnung für mich. Deshalb habe ich mich gleich beruhigt. Auch das mit dem nicht schwarzärgern hat mich beruhigt. Also habe ich gesagt: „Schwarz oder weiß ist ja eigentlich egal. Aber bei mir wäre das doof: Da könnte man ja gar nicht mehr die tollen Buchstaben auf meinem schönen Zeitungsgefieder lesen! Bei euch Menschen wäre es egal. Denn auf eurer Haut steht ja nix geschrieben. Von euch gibt es ja auch weiße und schwarze Typen. Da ist das ja kein Problem.“

„Na ja“, hat der Andreas gesagt, „da hast du schon recht. Eigentlich ist es egal, ob die Menschen weiß oder schwarz sind. Wir sind alle gleich. Die Hautfarbe hat nichts damit zu tun, dass die Menschen verschiedene Eigenschaften hätten.“

„Hm“, habe ich gemeint, „da hast du recht. Aber warum haben die Menschen dann verschiedene Hautfarben? Das hat ja dann keinen Sinn, oder?“

„Na ja, die verschiedenen Hautfarben entstehen durch die Pigmente. Das sind einfach Farbstoffe in unserer Haut. Doch in unserer heutigen modernen Welt hat das keinen Sinn. Denn da reisen die Menschen ja auch oft weit weg von ihrer Heimat. Oder sie ziehen auch woanders hin und leben dann einfach ganz woanders. Vor sehr, sehr langer Zeit bei den ersten Menschen war das aber anders. Die Wissenschaftler sagen: Die Urmenschen kommen wahrscheinlich aus Afrika. Da gibt es viel Sonnenschein. Da war eine etwas dunklere Haut für die Menschen besser. Denn die dunklere Farbe hat ihre Haut besser gegen die Sonne geschützt. Dann sind die Urmenschen aber losgewandert in den Rest der Welt. Manche sind in noch heißere Gegenden in Afrika gegangen. Da musste sich ihre Haut anpassen: Sie wurde noch dunkler.“

„Äh“, habe ich dazwischengeschnattert, „und viele Menschen sind in Richtung Norden gewatschelt, gell, äh, gewandert! Aber ... äh ... warum sind die dann heller geworden? Weil da weniger Sonne geschienen hat? Aber dann wäre das doch egal und die Haut hätte so bleiben können ... oder?“

„Du bist echt eine kluge Zeitungsente“, hat mich der Andreas gelobt. „Das mit der Sonne stimmt tatsächlich. Aber egal ist es nicht. Die Sonne ist ja nicht nur schädlich für die Haut. Wir brauchen sie auch zur Herstellung von Vitaminen. Das sind ganz wichtige Stoffe. Das Sonnenvitamin brauchen nämlich unsere Muskeln und Knochen. Im Norden gab es weniger Sonnenlicht. Und die dunklen Farbstoffe in der Haut haben das bisschen Licht dann auch noch abgefangen. Das war ungesund. Deshalb ist die Haut der Menschen dort heller geworden. Man könnte sich eine Sonnenlandkarte machen und sehen: Wo es mehr Sonnenlicht gibt, haben mehr Menschen dunkle Haut. Denn das wird dann auch immer weitervererbt. So passen sich die Menschen an.“

Das fand ich sehr interessant. Ich habe gemeint: „Gut, und wenn ich mich mal doch schwarzärgere, passe ich mich an. Mit weißen Buchstaben.“ Eure Paula

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