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Paula will Salatzöpfe nicht abschneiden

18.04.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Was hat die Frisur mit der Zeit zu tun?

Hallo, liebe Kinder,

ich arbeite ja echt gerne als Zeitungsente. Denn ich habe ja auch tolle Leser. Trotzdem finde ich auch die Pausen richtig gut. Vor allem jetzt hier im Homeoffice. Ich darf dann nämlich immer beim Andreas zu Hause mitessen. Da arbeiten wir ja auch. Und ich gehöre sowieso schon richtig zu seiner Familie!

Paula schaut sich fasziniert das Video an.
Paula schaut sich fasziniert das Video an.

Bei schönem Wetter essen wir draußen auf der Terrasse. Gestern auch. Normalerweise bekomme ich immer als Erster die Salatschüssel. Aber diesmal hat sie sich der Sohn vom Andreas geschnappt. Das habe ich gar nicht verstanden. Denn er mag Salat eigentlich nicht so arg. Zumindest nicht so sehr wie ich.

Infos zu Paulas Video-Aktion „Paula zu Hause“

Und wie flechtet man eigentlich richtige Zöpfe?

Wie man nicht nur Zöpfe flechtet, sondern eine ganze Flechtfrisur macht, kann man sich bei der Nürtinger Zeitung im Internet angucken – und zwar bei „Paula zu Hause“.
Unter www.ntz.de/paulazuhause findet ihr nämlich auch den Film des Teams vom Nürtinger Haarraum 8. Die Profis zeigen euch da, wie es geht! Und es gibt noch mehr Videos!

Also habe ich ihn angeschnattert: „He, der Salatchef bin doch immer ich!“

Er hat gelacht und gemeint: „Ja, ja, Paula. Aber ich nehme von oben. Da ist weniger Dressing dran. Das mag ich lieber so.“

Na ja, mir ist das immer egal mit dem Dressing. Ich esse den Salat auch ohne. Aber mit schmeckt er schon besser. Ich habe aber wohl trotzdem ein bisschen komisch geguckt mit meinen schönen Entenäuglein. Deshalb hat der Andreas zu mir gesagt: „Mensch, äh, Ente Paula! Jetzt guck’ nicht so traurig. Man kann auch schon einmal einen alten Zopf abschneiden. Das schadet niemandem!“

Jetzt habe ich den Andreas angeguckt wie ein riesengroßer Lastwagen. Das habe ich nämlich gar nicht verstanden.

Deshalb habe ich losgeschnattert: „Zöpfe? Du willst mir Zöpfe abschneiden? Aber ich habe doch gar keine!“

Der Andreas und sein Sohn haben sich angeguckt. Dann haben sie mich angeguckt. Danach haben sie wieder sich gegenseitig angeguckt. Und dann haben sie laut losgelacht.

Der Andreas hat gesagt: „Paula mit Zöpfen! Das würde doch klasse aussehen! So eine Zeitungsgefieder-Glatze und dann lange blonde Zöpfe! Vielleicht musst du mal zum Friseur. Der kann dir vielleicht welche hinkleben!“

„Hahaha“, habe ich geschnattert. Denn ich fand das gar nicht lustig. Der Andreas hat das gemerkt und gemeint: „Nicht beleidigt sein, Paula! Also das mit den Zöpfen ist einfach ein Sprichwort. Das bedeutet: Man kann mal einfach etwas anders machen als bisher. Vielleicht ist ja einfach die Zeit gekommen, etwas anders zu machen.“

„Ja“, habe ich gemeint, „das kann ja schon sein. Aber was hat das mit den Zöpfen zu tun? Sind die nicht mehr modern?“

„Doch, doch“, hat der Andreas gemeint, „der Spruch mit den Zöpfen kam hierzulande so ungefähr vor 200 Jahren auf. Davor hatten Männer oft Zöpfe. Vor allem die Soldaten vom König von Preußen hatten Zöpfe. Die mussten das auf seinen Befehl hin so tragen. Dann kam ein neuer König. Der hat das abgeschafft. Damit wollte er zeigen: Eine neue, modernere Zeit hat angefangen. Also hat man die Zöpfe abgeschnitten. Und so ist dann die Redensart entstanden. Man schneidet alte Zöpfe ab und macht Platz für etwas Neues. Also: Du musst die Salatschüssel nicht immer zuerst bekommen.“

„Hm“, habe ich geschmollt, „das mit dem Zopfspruch habe ich verstanden. Aber der Salatzopf, der gefällt mir noch. Dann kann ich doch gleich mit dem besten Salat losmampfen!“ Eure Paula

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