Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Paula will nicht rosa werden

25.07.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Bekommen auch Tiere einen Sonnenbrand?

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche war echt schönes Wetter. Der Andreas musste noch arbeiten. Aber ich war schon fertig. Also habe ich zum Andreas gesagt: „Ich bin heute schon fertig! Ich watschele mal an den Neckar und sonne mich ein bisschen!“

„Ja, Paula, mach das nur“, hat der Andreas gemeint. Aber er hat es nicht normal gesagt. Es hat sich eher ein bisschen jämmerlich angehört. Ich habe ihn deshalb ganz komisch angeguckt mit meinen großen runden Entenäuglein. Dann habe ich geantwortet: „He, was ist denn los?“

„Na ja“, hat der Andreas geantwortet. „Du gehst dich sonnen und ich bleibe hier in unserem Heimbüro zum Arbeiten. Aber gut. Dann bekomme ich schon keinen Sonnenbrand!“

Jetzt habe ich ihn wieder ganz groß angeguckt und gemeint: „Die Sonne brennt? Holst du dann die Feuerwehr?“

Dann hat mich der Andreas riesig angeguckt. Wie ein Lastwagen hat er geguckt. Er hat gesagt: „Feuerwehr? Wegen der Sonne? Das ist ja echt Quatsch, Paula! Die Sonne brennt immer. Sonst würde sie ja nicht scheinen und leuchten. Aber die kann und muss die Feuerwehr nicht löschen. Dafür müssen die Menschen hier auf der Erde gut aufpassen. Unsere Haut kann schon verbrannt werden. Dann wird sie ganz rot. Das tut weh und ist ungesund. Deshalb schmieren wir uns mit Sonnenschutzcreme ein und wir gehen am besten auch oft in den Schatten. Aber eine unsichtbare Sonnenstrahlung kommt auch dorthin. Also schmieren wir uns am besten auch da ein.“

Ich habe gesagt: „Ach ja, klar. Das habe ich schon oft gesehen. Hm, ich habe noch nie einen Sonnenbrand bekommen. Das würde ja auch komisch aussehen. Mein Gefieder ist weiß wie das Zeitungspapier. Und dann wäre es rosa oder so. So ein Zeitungspapier gibt es ja gar nicht!“

Der Andreas musste lachen. „Na, ganz stimmt das nicht. Aber dann wärst du eine italienische Zeitungsente. In Italien gibt es nämlich die Sportzeitung ,Gazzetta dello Sport‘. Und diese Zeitung wird auf rosafarbenem Zeitungspapier gedruckt. Aber du bekommst ja keinen Sonnenbrand, Paula. Denn dein Gefieder schützt wie bei deinen Vogelkumpels die Haut.“

„Tja, wir Tiere sind halt schon super. So richtig schlau“, habe ich stolz gesagt.

Aber der Andreas hat geantwortet: „Na, Paula, andere Tiere müssen aber schon darauf achten. Die Hunde zum Beispiel oder die Katzen haben ein dichtes Fell. Das schützt ihre Haut. Aber auf der Schnauze und so müssen sie auch aufpassen. Denn da haben sie keine Haare.“

„He“, habe ich lachend gesagt, „das ist ja wie bei dir auf dem Kopf. Deshalb trägst du doch immer eine Mütze, gell? Weil du nicht mehr so viele Haare hast!“

„Hahaha“, hat der Andreas nur gesagt. Aber richtig gelacht hat er nicht.

„Also, es gibt auch andere Tiere mit Sonnenproblemen“, hat er lieber schnell weitererzählt. „Zum Beispiel die Schweine. Die kleinen Ferkel mögen die Sonne sehr. Aber ihre Haut ist das nicht gewöhnt. Dann können sie sich verbrennen. Und die Rinder müssen auch auf Nase, Lippe oder Euter aufpassen. Für die ist dann Schatten sehr wichtig. Da müssen die Bauern danach gucken.“

„Ah ja“, habe ich gemeint, „und was machen die wilden Tiere?“

„Na ja“, hat der Andreas geantwortet, „die sind oft wirklich schlau. Die Elefanten spritzen sich mit ihren Rüsseln Sand und Schlamm auf den Rücken. Das schützt sie nicht nur vor Mücken. Das schützt sie auch vor Sonnenbrand. Aufpassen müssen sogar die Wale.“

„Was?“, habe ich dazwischen geschnattert, „aber die schwimmen doch im Wasser. Schützt sie das nicht?“

„Eigentlich schon“, hat der Andreas geantwortet, „aber Wale sind Säugetiere. Deshalb müssen sie zum Atmen auftauchen. Und da können sie am Rücken einen Sonnenbrand bekommen.“

„Oh“, habe ich jetzt schon ein bisschen weniger stolz gemeint, „da haben wir Vögel ja Glück mit unserem Gefieder. Aber ich bin trotzdem nicht nur in der Sonne. Sonst wird es mir zu warm.“

„Stimmt“, hat der Andreas gesagt, „Fell und Federn schützen zwar viele Tiere vor dem Sonnenbrand. Aber zum Abkühlen ist das wieder schlecht für die Tiere. Denn sie können ihr Fell und ihr Gefieder ja nicht wie wir unsere Kleider ausziehen. Deshalb hecheln die Hunde bei der Hitze arg. Sie machen ihr Maul weit auf und atmen ganz schnell. So können sie die Hitze an die Luft abgeben. Das machen die Vögel auch manchmal mit ihrem Schnabel. Und sie kühlen sich die Beine im Wasser.“

„Genau“, habe ich gemeint, „und das werde ich jetzt auch machen. Ich gehe ein bisschen in die Sonne. Das genieße ich. Und dann watschele ich mit meinen Entenkumpels ein bisschen im Neckar umher. Das tut gut nach getaner Arbeit. Und du machst jetzt deine Arbeit erst einmal fertig!“

Der Andreas hat erst ein bisschen streng geguckt. Aber dann hat er auch gelacht. Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula hat sich sechsmal versteckt

Paulas Thema heute : Sie verlost einige ihrer kleinen Vorlese-Paulas und als Hauptgewinn das Sami-Lesebär-Starterset. Außerdem freut sie sich über ein Gedicht aus dem Osten unseres Landes.

Hallo, liebe Kinder,

das war ein Riesenspaß für mich! Ich habe doch ein…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten