Paulas Nachrichten

Paula will nicht mitfliegen

20.07.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paulas Thema heute: Der finstere Mond und die große Rakete

Hallo, liebe Kinder,

am Dienstag habe ich den Andreas gerade noch in der Arbeit getroffen. Es war schon abends. Und er wollte gerade nach Hause gehen. Er stand an der Türe und hat mich angegrinst. Er hat gesagt: „Eine kleiner Schritt für die Menschheit, ein riesiger Sprung für mich!“

Dann hat er gelacht und den letzten Schritt aus dem Haus unserer Zeitung gemacht. Ich habe ihn angeguckt wie ein riesiges Auto und geschnattert: „Hä? Was hat denn das mit der Menschheit zu tun? Und ein großer Schritt? Du kannst doch da ganz normal rauslaufen . . .“

Der Andreas hat mich in den Arm genommen und gemeint: „Aber Paula! Das sollte doch lustig sein! Für die Menschheit ist es wirklich ein kleiner Schritt, wenn ich nach Hause gehe. Aber für mich ist es ein wirklich großer Sprung. Ich habe Feierabend. Darüber freue ich mich sehr. Da gehe ich nämlich heim und setze mich auf die Terrasse. Das ist im Sommer wunderschön!“

Ich habe dann etwas leiser geschnattert: „Ja, schon gut. Aber du machst ja nicht jeden Abend so einen Spruch?“

Der Andreas hat geantwortet: „Natürlich nicht! Aber heute ist mir der direkt eingefallen. Denn das hat der erste Mann auf dem Mond gesagt. Heute vor 50 Jahren sind die zum Mond losgeflogen. Über vier Tage haben sie gebraucht. Den 50. Jahrestag der Landung feiern wir dann am Samstag. Und am Sonntagmorgen hat er beim Aussteigen aus seinem Raumschiff gesagt: ,Das ist kleiner Schritt für einen Mann, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit!‘“

Ich habe ein bisschen nachgedacht. Dann habe ich gemeint: „Ah, ich verstehe. Er musste wirklich nur einen kleinen Schritt machen von seinem Raumschiff auf den Mond. Aber für die Menschheit ein großer Schritt. Weil noch nie ein Mensch auf dem Mond war davor, gell?“

„Ja, da hast du recht, Paula. Du bist echt eine schlaue Zeitungsente“, hat der Andreas gemeint. Und dann hat er gesagt: „Komm, wir watscheln zu mir nach Hause. Wir warten auf meiner Terrasse auf den Mond. Der hat nämlich zur Feier des Tages etwas ganz Besonderes für uns: Es ist Vollmond. Und es gibt eine Mondfinsternis!“

Das habe ich wieder gar nicht verstanden: „Er ist voll. Und er hat zur Feier des Tages eine Mondfinsternis für uns? Beim Vollmond sieht man ihn doch total gut und hell. Hm . . . und dann ist er finster . . . Hm. Heißt das, man sieht ihn gar nicht?“

Der Andreas hat gemeint: „Ha, das ist nicht ganz zu Ende überlegt, liebe Paula! Ich erkläre dir das!“

Das hat der Andreas dann auch gemacht, während wir heimgewatschelt sind. Er hat gesagt: „Also, es ist Vollmond. Unsere Erde steht in der Mitte. Auf der einen Seite steht die Sonne. Genau auf der anderen, gegensätzlichen Seite von unserer Erde aus gesehen steht der Mond. Die Sonne scheint also auf seine ganze Fläche. Wir sehen die runde Scheibe. Aber bei Vollmond kann dann auch etwas Seltenes und Tolles passieren: Die Erde schiebt sich zwischen die Sonnenstrahlen und den Mond.“

„Ha“, habe ich dazwischengeschnattert, „dann sieht man den Erdenschatten auf dem Mond und er ist finster! Das ist dann die Mondfinsternis!“

„Sehr gut“, hat mich der Andreas gelobt, „du bist ganz schön schlau.“

„Wird es noch dunkler heute Nacht?“, wollte ich ganz aufgeregt wissen.

„Na ja, nicht unbedingt“, hat der Andreas geantwortet. „Denn es ist nur eine partielle Mondfinsternis. Das Wort kommt vom Römerwort ,pars‘. Und das heißt ,Teil‘. Es ist also nur eine teilweise Finsternis. So um halb zwölf werden zwei Drittel des Mondes dunkel sein.“

Wir haben uns auf die Terrasse gesetzt und zum Mond geguckt. Das war toll. Es gab zwar Wolken. Aber man hat es trotzdem gut gesehen. Der Schatten ist immer größer geworden. Ich war zwar müde. Aber ich wollte trotzdem warten. Ich habe ihn immerzu angeschaut.

Ich habe gemeint: „Weißt du, dort ist der Mond. Wir können ihn sooo gut sehen. Und die Menschen sind doch so lange hingeflogen . . . So weit ist das doch . . .“

„Ja, deshalb haben sie eine Riesenmaschine gebraucht: Die Saturn-5-Rakete. Die ist länger als ein Fußballplatz. Ich habe so eine Rakete schon gesehen.“

Das fand ich spannend. Ich habe geschnattert: „Echt? Hast du die zum Mond fliegen sehen?“

Der Andreas hat gelächelt und gesagt; „Nein, leider nicht. Aber ich habe eine andere Saturn-5-Rakete in Florida in Amerika gesehen. Dort ist die Abschussbasis von den Raketen. Die hing in einer Riesenhalle an der Decke. Ich zeige dir mal ein Bild.“

Er hat mir ein Fotobuch gezeigt mit der Rakete. Ich habe geschnattert: „Die ist ja wirklich riesig! Wie viele Männer sind denn zum Mond geflogen? 100?“

Der Andreas musste lachen. Er hat geantwortet: „Nein, nur drei. Aber die hatten ganz viel Treibstoff dabei. Und für die große Reise brauchte man eben eine große Maschine. Eine größere haben Menschen noch nie gebaut. Aber die drei hatten trotzdem nur in einer kleinen Kapsel vorne Platz. Aber du als kleine Ente hättest noch reingepasst. “

„Äh, das ist kein Problem. Ich bleibe lieber hier. Der Mond ist auch von deiner Terrasse aus schön.“ Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula will lieber nicht übers Meer segeln

Paulas Thema heute: Warum fliegt Greta nicht nach Amerika?

Hallo, liebe Kinder,

der Sommer geht ja schon eine ganze Weile. Mein Freund, der Reporter Andreas, ist aber immer noch nicht im Urlaub. Er verreist ja sonst immer viel. Und ich bleibe dann immer bei euch,…

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