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Paula will nicht in die Eistonne

12.07.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche war ich in der Stadt unterwegs. Plötzlich wurde der Himmel ganz dunkel. Das sah sehr nach einem Gewitter aus. Deshalb wollte ich mich schnell zum Andreas nach Hause flüchten. Ich bin so schnell gewatschelt wie ich konnte. Oh, ich habe richtig schnaufen müssen. Meine kleinen Entenbeine haben richtig wehgetan. Zum Glück hat mir der Andreas gleich aufgemacht. Er hat von oben gerufen: „Komm schnell hoch, Paula. Dann können wir das Gewitter vom Sofa aus beobachten!“

Das hat sich sehr gut angehört. Ich wollte auch schnell beim Andreas sein. Denn so ein Gewitter möchte ich immer gar nicht alleine erleben. Beim Treppensteigen haben meine Watschelbeine noch viel mehr wehgetan. Ich hatte gar keine Kraft mehr. Deshalb bin ich auf der allerletzten Stufe gestolpert und habe mir richtig mein Beinchen hingehauen.

„Aua! Das ist aber gemein!“, habe ich ganz laut und wütend geschnattert.

Der Andreas hat mich zwar nicht ausgelacht. Aber er hat gesagt: „Na, du wirst das schon überleben, Paula!“

Da hatte er natürlich recht. Aber ich war trotzdem sauer. Also habe ich geschnattert: „Klar überlebe ich das. Aber das tut richtig weh. Meine Entenwatschelbeine haben sowieso schon wehgetan vom Rennen.“

Der Andreas hat mich wieder nicht ausgelacht. Aber er hat wieder etwas Komisches gesagt: „Tja, Paula, dann gibt es nur eines für dich: Ab in die Eistonne!“

Ich habe natürlich geguckt wie ein Auto. „Eistonne? Du willst mich in eine Eistonne stecken? Wie ein Suppenhuhn in eine Gefriertruhe? Nur weil mir ein bisschen die Beine wehtun?“

Der Andreas hat dann komischerweise gar nicht mehr frech, sondern ganz lieb gelächelt. Und gesagt hat er: „Aber Paula! Gerade weil dir die Beine wehtun! Gerade deshalb sollst du in die Eistonne! So wie die Fußballer bei der Weltmeisterschaft in Brasilien. Das hat ein Spieler der deutschen Nationalmannschaft vor Kurzem erzählt: Seine Beine sind müde und tun weh. Und deshalb geht er zur Erholung drei Tage in die Eistonne.“

Jetzt habe ich noch mehr losgeschnattert: „Was? Auch noch drei Tage lang soll ich in die Eistonne? Da bin ich ja danach eingefroren. Wie ein Schneemann! Dann bin ich eine Schnee-Ente und keine Zeitungsente mehr!“

„Nein, nein, Paula“, hat er gesagt, „das war natürlich nicht ganz mein Ernst. Und auch der Fußballer hat einen Witz gemacht. Die gehen auch nicht drei Tage lang in eine Eistonne. Die gehen immer wieder ein paar Minuten da rein. Und meistens ist in der Tonne kein pures Eis. Da ist einfach ziemlich kaltes Wasser drin. Das müsstest du als Ente doch eigentlich mögen.“

Ich habe geantwortet: „Na ja, richtig kalt mag ich das Wasser auch nicht. Auch wenn ich eine Ente bin. Aber die Fußballer sind ja keine Enten. Warum gehen die in so eine Eistonne?“

„Aus demselben Grund wie du rein sollst, meine liebe Paula. Die sind sehr viel gelaufen. Deshalb tun ihnen ihre Beine weh. Und sie bekommen beim Kicken auch immer wieder einen Schlag auf ihre Beine und Füße. Dann bekommen sie blaue Flecken. Aber wenn sie in die Eistonne gehen, wird das nicht ganz so schlimm“, hat der Andreas gesagt.

Das habe ich nicht verstanden. „Was? Rubbelt das kalte Wasser oder das Eis denen dann die blauen Flecken weg wie ein Radiergummi?“, wollte ich wissen.

Der Andreas hat mir das erklärt: „Nein, wegradiert werden die blauen Flecken nicht. Das geht anders. Weißt du, wie ein blauer Fleck entsteht? Das geht so: Man bekommt einen Schlag. Durch diesen Schlag platzen ganz kleine Blutgefäße unter der Haut auf. Die Haut bleibt heile. Das Blut bleibt deshalb darunter. Und dort gerinnt es. Das bedeutet: Es wird hart. Das macht der Körper so. Dann hört nämlich das Bluten auf. Aber es wird natürlich nicht gleich abgebaut. Durch die Haut sieht das rote Blut dann blau aus. Kühlen ist sehr gut. Dann ziehen sich nämlich die Blutgefäße zusammen. Es gibt nicht so arge blaue Flecken. Und es gibt auch nicht so eine große Beule. Die Schwellung bleibt kleiner. Die Schwellung geht dadurch auch wieder schneller weg. Freilich tut es durch das Kühlen auch nicht so weh. Und gegen müde Beine hilft das auch. Wenn die wehtun, hat man nämlich oft ganz, ganz kleine Risse in den Muskeln. Und die heilen durch das Kühlen auch schneller. Du kannst das ja mal ausprobieren, Paula! Warte mal, ich hole dir ein paar Eiswürfel!“

Ich habe gemeint: „Och, äh, lass mal, es tut schon gar nicht mehr so weh!“

Er war aber schon weg und hat das gar nicht mehr gehört. Er ist gleich mit der Schale voller Eis zurückgekommen. Ich habe mal ganz vorsichtig mein Watschelbeinchen reingehängt. Das hat schon gutgetan. Aber ganz ins Eis wollte ich dann doch nicht. Das ist eben doch was für Fußballer! Die sollen ruhig ein bisschen in die Kälte. Hauptsache, sie werden morgen Weltmeister! Eure Paula

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