Paulas Nachrichten

Paula will mehr von Indien wissen

28.01.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

ich habe mich ganz schön erschrocken in dieser Woche! Ich bin in die Redaktion gekommen. Und da hat sich der Andreas mit seinen Kollegen über grässliche Dinge unterhalten. „Hoffentlich haben die Tiger keinen Hunger!“, hat der eine gesagt. Und der andere hat gemeint: „Ja, und die Krokodile sollten auch satt sein!“ Eine Kollegin hat noch gesagt: „An die Schlangen darf ich gar nicht erst denken!“

Ich habe ängstlich zum Andreas gesagt: „Oje, über was für schreckliche Dinge unterhaltet ihr euch denn?“

Der Andreas hat mich ernst angeschaut und gesagt: „Schreckliche Dinge? Aber Paula, wir überlegen uns nur deinen nächsten Einsatz! Du solltest für uns als Reporterin los. Das kann ja manchmal ganz schön gefährlich sein. Du musst nämlich auf die Schwäbische Alb!“

Zuerst ist es mir ganz heiß geworden. Ich dachte mir: „Die wollen mich wo hinschicken, wo es Tiger, Krokodile und Schlangen gibt! Du arme Paula! Deine letzte Stunde hat geschlagen!“

Aber dann hat der Andreas gar nicht mehr so ernst gucken können. Er hat immer mehr gelächelt. Schließlich hat er richtig losgelacht. Da habe ich es auch kapiert: Auf der Schwäbischen Alb gibt es so hungrige und gefährliche Tiere gar nicht! Er hat mich wieder einmal nur veräppelt!

„Pass bloß auf, dass du nicht von einer wilden Zeitungsente gebissen wirst!“, habe ich geschnattert. „Oh, nein, Paula, bitte nicht!“, hat er erbärmlich gebettelt. Aber das war auch nur Spaß.

Ich habe mich dann ganz schnell wieder beruhigt. „Was soll das jetzt mit den komischen Viechern? Willst du einen Zoo aufmachen?“, wollte ich wissen.

Der Andreas hat mir endlich einmal eine normale Antwort gegeben: „Nein, nein, keine Angst. Ein Tier in der Redaktion reicht mir schon.“ Dabei hat er direkt mich angeguckt – aber er hat dabei ganz lieb gelächelt.

Dann hat er weiter erklärt: „Ein Kollege von uns ist gerade in Indien. Das ist ein riesiges Land in Asien.“

„Hm“, habe ich gemeint, „Indien klingt irgendwie nach Indianer. Gibt’s die da?“

Der Andreas musste lachen. „Nein, nein, Paula. Die Indianer gibt’s in Amerika. Aber der Entdecker von Amerika wollte damals ja nach Indien und ist aus Versehen in Amerika gelandet. Deshalb hat er die Ureinwohner in Amerika Indianer genannt.“

„Und was macht dein Kollege dann dort? Indien ist ja schon entdeckt“, habe ich gesagt.

Der Andreas hat wieder gelacht. „Klar ist Indien schon entdeckt. Er macht einen Austausch. Er arbeitet vier Wochen für eine indische Zeitung. Und dann kommt eine Redakteurin aus Indien zu uns.“

„Ach, und dort gibt es überall gefährliche Tiere? Dein armer Kollege!“, habe ich gemeint.

„Nein, die gibt es nicht überall. Aber er hat diese Woche einen Besuch in einem Dorf am Rande des Dschungels gemacht. Und da haben ihn die indischen Kollegen eben vor den gefährlichen Tieren gewarnt! Ansonsten ist er aber mehr im Großstadt-dschungel unterwegs.“

Das habe ich natürlich wieder nicht verstanden. „Hä? Großstadtdschungel? Haben die eine Stadt mitten im Dschungel? Wohnen dann da die gefährlichen Tiere?“, wollte ich wissen.

„Quatsch, Paula“, hat der Andreas gesagt. „Großstadtdschungel sagt man zu sehr großen Städten. In denen geht es manchmal sehr chaotisch und hektisch zu. Da sind eben ganz, ganz viele Menschen unterwegs. Mein Kollege ist in Kalkutta. In der Stadt wohnen vier Millionen Menschen. Das sind 100-mal so viele Menschen wie in Nürtingen. Trotzdem ist die Stadt nur viermal so groß wie Nürtingen.“

„So viele Typen in so einer kleinen Stadt?“, habe ich geschnattert.

„Tja, das musst du dir mal vorstellen, Paula. Das ist, als würden in unserem kleinen Nürtingen über eine Million Menschen leben – fast doppelt so viel wie in Stuttgart“, hat der Andreas gelacht.

Ich wollte mir das lieber nicht vorstellen. Da wäre es vorbei mit dem gemütlichen Watscheln durch die Stadt. Und dann würde mich auch nicht mehr beinahe jeder kennen. Aber interessant hat das schon geklungen.

„Du, da muss dein Kollege mir unbedingt davon erzählen, wenn er wieder nach Hause kommt“, habe ich gesagt.

Der Andreas hat mir erklärt: „Er berichtet auch immer gleich in der Zeitung von seinen Abenteuern.“

Dann hat er mir so einen Artikel gezeigt. „Und er schreibt auch im Internet unter der Adresse www.zur-zeit-calcutta.de darüber“, hat er noch gesagt.

Ich habe ein bisschen überlegt. Und dann habe ich gefragt: „Hm, ob es in Indien auch Zeitungsenten gibt?“

„Das ist eine gute Frage. Aber vielleicht gibt es ja auch Zeitungselefanten. Oder Zeitungstiger, Zeitungskrokodile oder Zeitungsschlangen“, hat der Andreas mich geärgert.

Aber dann hat er gesagt: „Weißt du was? Wir werden meinen Kollegen fragen. Ich schreibe ihm eine E-Mail!“

Das habe ich für eine gute Idee gehalten. Ich habe aber gleich auch an meine Freunde gedacht. „Und wenn Kinder Fragen haben?“, wollte ich wissen.

„Kein Problem“, hat der Andreas gemeint. „Die Kinder können dir die Fragen schicken. Deine Adresse steht ja immer im gelben Kasten ganz links oben auf deiner Seite. Dann können wir die Fragen an meinen Kollegen in Indien weiterschicken.“

Das ist eine Superidee! Wenn ihr Fragen zu Indien, zu den indischen Kindern oder sonst etwas habt, meldet euch einfach! Ich bin schon gespannt! Eure Paula

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