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Paula will mal Pflanzenforscherin werden

13.09.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo liebe Kinder,

in dieser Woche hat es ja zum Glück noch ein paar schöne Tage gegeben. Da war ich draußen unterwegs.

„Sind das nicht wunderschöne Tage?“, habe ich zum Andreas gesagt.

Und er hat geantwortet: „Ja, das stimmt. Wir müssen sie genießen. Das sind die letzten Sommertage.“

Da bin ich ganz traurig geworden. Ich habe mich an all die Spiele im Freien erinnert. Ans Baden. Und an die grüne Natur. „Schade um all die Blumen und Bäume, wenn die jetzt wieder verwelken und ihre Blätter verlieren“, habe ich gesagt.

Der Andreas hat mich aber beruhigt: „Keine Angst, Paula, es gibt ja auch noch Blumen, die erst jetzt blühen.“

Tja, und dann haben wir einen Spaziergang gemacht. Es hat angefangen zu regnen. Aber das war nicht so schlimm. Es war nicht kalt. Und der Andreas sagt dann immer: „Wir sind ja nicht aus Zucker, Paula!“ Mittlerweile weiß ich, was er damit meint. Wenn wir aus Zucker wären, würden wir ja im Regen zerlaufen. Das soll heißen, dass uns der Regen nichts ausmacht.

Tatsächlich haben wir bald ein paar schöne Blümchen gesehen. Auf einer großen Wiese. Manche waren schon richtig aufgeblüht. Manche noch geschlossen. Aber sie hatten tolle Farben.

„Hm, ob wir da wohl welche pflücken können? Du könntest ja auch welche deiner Frau mitbringen“, habe ich zum Andreas gesagt.

„Vorsicht, Paula!“, hat der gleich gesagt. „Die Blumen sehen doch in der Natur am schönsten aus. Und die da drüben, Paula, die solltest du sowieso stehen lassen. Das sind nämlich Herbstzeitlosen“, hat er mir erklärt.

Ich habe ihn natürlich nicht richtig verstanden. Die lilalen Blumen haben mir nämlich am besten gefallen.

„Am besten ist, du berührst sie erst gar nicht“, hat mich der Andreas gewarnt. „Die sind sehr giftig. Wenn du da etwas in den Schnabel bekommst, kannst du sogar sterben. Für Menschen gilt das Gleiche. Vor allem für Kinder. Wenn man da was davon in den Mund nimmt, muss man gleich zum Arzt.“

„Hm“, habe ich gesagt, „dann sollte die Blume lieber Giftspritze statt Herbstzeitlose heißen. Wieso heißt die denn so?“

„Das ist ganz einfach“, hat der Andreas erklärt. Sie blüht im Herbst, also außerhalb der Zeit, in der normale Blumen blühen. Deshalb nennt man sie Herbstzeitlose. In ihrem lateinischen Namen steckt aber etwas von ihrem Gift. In der Sprache der alten Römer, die viele Wissenschaftler ja heute noch verwenden, heißt sie Colchicum autumnale. Autumnale steht für Herbst. Und Colchicum für die Landschaft Kolchis. In alten griechischen Sagen, das sind so Geschichten wie Märchen, kommt eine Frau aus Kolchis vor. Eine gewisse Medea. Und die hat wie eine Hexe im Märchen Zaubertränke gebraut. Von einem ist ihr was auf die Erde getropft, und aus den Tropfen wuchsen die schönen, aber gefährlichen Blumen, die wir heute Herbstzeitlose nennen.“

Ich habe mir überlegt: „Hm, ich hätte die Blume dann lieber Medea genannt, nach der Giftmischerin.“

Und der Andreas hat gemeint: „Tja, Paula, dann musst du mal Pflanzenforscherin werden. Und wenn du dann eine neue Pflanze entdeckst, kannst du ihr auch einen Namen geben.“

Das halte ich für keine schlechte Idee. Aber ich würde gerne eine Blume entdecken, die wunderschön und völlig ungefährlich ist. Wisst ihr dann, wie ich sie nennen würde? Richtig: Paula! Eure Paula

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